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Und dann kam Tetris: Warum Atari Spiele verbuddelte und so Nintendo half

Ein neues Buch weckt nicht nur nostalgische Erinnerungen an tolle Atari-Spiele, sondern auch an missglückte. Und will zeigen, wie der Nintendo von den Problemen auf dem US-Markt profitierte.

Eine Rezension von veröffentlicht am
Und dann kam Tetris
Und dann kam Tetris (Bild: 2 TOP/CC-BY 2.0)

Die Achtziger waren für die Videospielbranche ein wichtiges Jahrzehnt - frühe Konsolen wie der Atari 2600, erste Heimcomputer wie VC20 und C64 von Commodore und der Aufstieg von Nintendo fielen in diesen Zeitraum. Das Buch "Und dann kam Tetris: Wie Nintendo innerhalb eines Jahrzehnts den Videospielmarkt eroberte" will diese Jahre beleuchten - und zeigen, wie der japanische Videospielkonzern von den Problemen des US-Videospiele-Marktes profitierte.

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Der Buchtitel ist etwas irreführend; wer eine umfassende Geschichte von Tetris erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Klötzchenpuzzle wird erst auf Seite 115 von insgesamt 160 Seiten das erste Mal erwähnt. Davor geht es vor allem um Atari und dessen ebenso schnellen Aufstieg wie Verfall auf dem US-Markt.

Wer einst einen Atari 2600 besaß, wird hier noch einmal an die spielerischen Highlights der Konsole erinnert - ebenso aber auch an misslungene Titel wie E.T., die den Ruf von Atari schädigten und dafür sorgten, dass der Hersteller Millionen nicht verkaufte Module in New Mexico verbuddeln ließ, um die Überproduktion möglichst lautlos loszuwerden.

Mehr Aufsatz als Buch

Nintendo Of America konnte diese Situation nutzen, um mit dem NES schnell relevante Marktanteile zu gewinnen - Autor Christian Gehlen fasst zusammen, wie die restriktive Lizenzpolitik vor allem in den Anfangsjahren für ein überschaubares Produktportfolio, meist hohe Spielqualität und ebenso hohe Nachfrage sorgte. Der größte Erfolg sollte mit dem Gameboy und Tetris aber erst noch kommen - das Ende des Buches geht hier auf die bis dato beispiellosen Verkaufszahlen ein.

Leser mit Interesse an Retrogames bekommen hier somit eine kurzweilige Lektüre geboten, die die Fakten akkurat abbildet und sich durchaus spannend liest - die manchmal allerdings auch etwas trocken den historischen Ablauf schildert und es versäumt, durch Zeitzeugenzitate oder Bilder für etwas Auflockerung zu sorgen.

Das Buch ist also mehr ein treffender Aufsatz als eine umfassende historische Abbildung - für einen Verkaufspreis von 9,99 Euro und angesichts von wenig aktueller und vergleichbarer Literatur zu diesem Thema trotzdem eine lohnenswerte Lektüre.

Das Buch "Und dann kam Tetris: Wie Nintendo innerhalb eines Jahrzehnts den Videospielmarkt eroberte" ist im CSW-Verlag erschienen (Leseprobe).

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WoBleibtMeinKaf... 21. Jun 2016

@golem das Spiel ET war nicht schlecht, dafür um so mehr das Marketing von Warner Bros...

caddy77 16. Jun 2016

Genau wie für den Atari 800, meinen absoluten Lieblingsheimcomputer. Auf ein sehr gutes...

irata 15. Jun 2016

Aber auf eine ganz andere Art: Coleco bekam von Nintendo die Rechte für die...

irata 14. Jun 2016

Richtig. Aber einen kleinen Teil hat es beigetragen. 20 - 25 Mio. Lizenzkosten, ca. 20...

irata 14. Jun 2016

Was eigentlich von Anfang an klar war, laut offiziellen Aussagen und den...


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