Rettungsinseln für acht Personen

Im Gegensatz zu früheren Einsatzmöglichkeiten verfügt die AR5 erstmals über eine Funktion zur Seenotrettung. Die Drohne kann aus ihrem Rumpf Rettungsinseln für bis zu acht Personen abwerfen. Damit die Menschen in Seenot nicht gefährdet werden, berechnet ein Bordcomputer den optimalen Abwurfpunkt. Erste Tests erfolgten offenbar im Atlantik vor Lissabon.

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Noch ist unklar, wo die AR5 mit Seenotrettungsfunktion fliegen wird. Es sei ein "langwieriger Prozess", einen geeigneten Einsatzort zu finden und die erforderlichen Fluggenehmigungen und Zulassungen zu erhalten, schreibt die EMSA auf Anfrage von Golem.de. Deshalb habe die Agentur noch keinen Dienst mit der neuen Fähigkeit begonnen. Jedoch lägen bereits Ersuchen aus EU-Mitgliedstaaten vor.

Neben Zypern und den Niederlanden haben die Küstenwachen in Italien und Frankreich Drohnendienste bestellt. Die beiden Länder planen eine Zusammenarbeit zur Strafverfolgung in ihrer Grenzregion im Mittelmeer. Nach vier Monaten soll die Mission in eine "permanente regionale Operation" überführt werden.

Seenotrettungsdrohnen könnten Pullbacks befördern

Bislang überwachen die EMSA-Drohnen nur in Küstengewässern der Schengen-Staaten. Laut der Ausschreibungsunterlagen für den nun vergebenen Vertrag soll die AR5 sogar 500 Kilometer entfernte Seegebiete anfliegen können. Sie könnte also auch zur Seenotrettung im zentralen Mittelmeer oder vor den Kanarischen Inseln eingesetzt werden, wo weiterhin viele Menschen bei der Überfahrt in die EU ertrinken.

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Menschenrechtsorganisationen sehen dies jedoch mit großer Skepsis. Würden etwa im Mittelmeer vor Libyen Rettungsinseln abgeworfen, könnten die Menschen anschließend von der sogenannten libyschen Küstenwache völkerrechtswidrig zurück nach Libyen gebracht werden, warnte Doreen Johann von Sea-Watch. Damit würde die von Frontex eingeführte Aufgabenteilung mit Libyen verstetigt.

Die Rettungsmittel der Drohnen sind für Einsätze im Mittelmeer auch deutlich zu klein. Die meisten Boote, denen Sea-Watch auf dem zentralen Mittelmeer begegnet, sind mit 70 bis 120 Personen besetzt. Die Seenotrettungsdrohnen seien deshalb "ein kläglicher Versuch der Imagepflege" der EU.

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 Unbemannter Flugdienst: EU-Staaten können neue Drohne zur Seenotrettung buchen
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