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Unbemannte U-Boote: US-Marine will Tauchroboter drahtlos laden

Einen Akku zu laden, ohne ein Kabel einzustecken, ist praktisch. Die US-Marine will deshalb drahtlose Techniken einsetzen, um ihre unbemannten Unterwasserfahrzeuge drahtlos auf dem Meeresgrund mit Strom zu versorgen.
/ Werner Pluta
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Drahtloses Laden eines AUV: monate- und jahrelange Missionen (Bild: US Navy)
Drahtloses Laden eines AUV: monate- und jahrelange Missionen Bild: US Navy

Unter Wasser laden ohne Kabel: Die US-Marine nutzt eine Reihe unbemannter U-Boote (Unmanned Undersea Vehicle, UUV, oder Autonomous Undersea Vehicle, AUV), die unabhängig vom Menschen operieren sollen. Derzeit ist das Problem aber noch die Energieversorgung. Das soll sich ändern.

Drahtloses Laden unter Wasser – DoD
Drahtloses Laden unter Wasser – DoD (01:13)

Das Space and Naval Warfare Systems Center Pacific(öffnet im neuen Fenster) (SSC Pacific), ein technisches Forschungs- und Beschaffungszentrum der US-Marine, testet derzeit Systeme für das drahtlose Laden unter Wasser. Damit sollen die AUVs künftig während des Einsatzes ihre Akkus laden.

AUVs müssen zum Laden auftauchen

Die US-Marine setze heute AUVs bereits in großem Maße ein, sagt Alex Phipps(öffnet im neuen Fenster) vom SSC Pacific, etwa für die Kartierung des Meeresgrundes, zum Aufspüren von U-Booten oder zur Minensuche. Heute müssen diese Unterwasserfahrzeuge ihre Mission aber noch zum Laden unterbrechen. Dazu müssen sie an Land zurückkehren oder sich mit einem Versorgungsschiff an der Wasseroberfläche treffen. Beides exponiere das AUV und beschränke die autonomen Operationen, sagt das US-Militär.

Dass drahtloses Laden unter Wasser funktioniert, hat Projektleiter Wayne Liu schon vor einiger Zeit demonstriert: Er steckte sein Mobiltelefon in einen wasserdichten Beutel und versenkte es in einem Wassertank, auf einem Ladepad. Dort wurde es drahtlos aufgeladen. Seither seien diese Systeme deutlich weiterentwickelt worden, sagt das US-Militär.

Die Navy braucht kompatible Ladesysteme

Die Forscher des SSC Pacific wollen sich für die Schaffung von Standards einsetzen, die für alle Systeme gelten. Die US-Marine setze diverse AUVs von verschiedenen Herstellern ein, sagt Phipps. Es gehe aber nicht, dass jedes AUV nur mit einem bestimmten Ladesystem arbeite und mit den anderen nicht kompatibel sei. Sie wollten deshalb einen Standard schaffen und diesen den Herstellern zur Verfügung stellen.

Die drahtlosen Ladeeinrichtungen könnten dann Teil der Servicestationen werden, die die US-Marine plant. Sie hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, eine unterseeische Versorgungsinfrastruktur einrichten zu wollen. Dort sollen die AUVs – je nach Antrieb – geladen oder betankt werden. Außerdem können dort die Daten, die AUVs auf ihren Missionen gesammelt haben, gespeichert oder übertragen werden. Das soll monate- und sogar jahrelange AUV-Missionen ermöglichen.


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