Unbemannte U-Boote: US-Marine plant Tankstellen für Unterwasserroboter

Einmal auftanken bitte: Damit unbemannte U-Boote künftig sehr lange im Einsatz sein können, will die US-Marine ein Netz aus unterseeischen Servicestationen einrichten. Das Vorbild dafür befindet sich an Land.

Artikel veröffentlicht am ,
AUV Echo Voyager von Boeing: Manöver mit unbemannten Systemen vor Schotttland
AUV Echo Voyager von Boeing: Manöver mit unbemannten Systemen vor Schotttland (Bild: Boeing)

Unbemanntes Kriegsgerät taucht ab: Die US-Marine will künftig unbemannte U-Boote als Aufklärer einsetzen. In Planung sei zudem ein unterseeisches Netzwerk aus Servicestationen für unbemannte Unterwasserfahrzeuge (Autonomous Underwater Vehicle, AUV), berichtet die US-Tageszeitung Washington Post.

Stellenmarkt
  1. Software-Entwickler mobile Applikationen/App-Entwicklung für Frontend oder Backend (m/w/d)
    BARMER, Schwäbisch Gmünd
  2. Senior Software Developer (m/w/d)
    unimed Abrechnungsservice für Kliniken und Chefärzte GmbH, deutschlandweit (Home-Office)
Detailsuche

Die AUVs sollen Aufklärungsaufgaben übernehmen. Das bedeutet etwa, den Meeresboden zu kartieren, U-Boote aufzuspüren oder nach Minen zu suchen. Wie die unbemannten Flugsysteme sollen sie aber auch Angriffe durchführen.

Bluefin-21 setzt AUVs und Drohnen aus

Schon heute setzt die US-Marine AUVs ein: Bluefin-21 etwa, ein knapp 5 Meter langes AUV, das seinerseits Mini-AUVs aussetzen kann, die etwa 60 Zentimeter langen Sandsharks. Letztere sind dazu gedacht, vor einer Küste auszuschwärmen, sie zu erfassen und die Daten an Drohnen weiterzuleiten. Die Drohne kann ebenfalls von Bluefin-21 aus gestartet werden

AUVs wie die von Boeing gebauten Echo Ranger und Echo Seeker können mehrere Tage auf See unterwegs sein, der in diesem Jahr vorgestellte Echo Voyager sogar mehrere Wochen. Künftige Einsätze sollen jedoch deutlich länger sein: Monate, später mehrere Jahre. Dafür brauchen die AUVs jedoch eine Infrastruktur, die das ermöglichen soll.

Ein Autobahnnetz auf dem Meeresgrund

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    10.–14. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die US-Marine plant laut der Washington Post ein Netz aus unterseeischen Servicestationen einzurichten. Die Führung der US-Marine vergleicht das Netz mit dem Dwight D. Eisenhower National System of Interstate and Defense Highways, dem US-Autobahnnetz mit seinen Raststätten. Dort sollen die AUVs - je nach Antrieb - geladen oder betankt werden. Außerdem können dort die Daten, die die AUVs gesammelt haben, gespeichert oder übertragen werden.

Problemtisch bei den AUVs sind Kommunikation und Navigation per GPS, da Funkwellen das Wasser kaum durchdringen. Als Medium besser geeignet sind Schallwellen, die sich im Wasser gut ausbreiten. Kommunikationssysteme und Navigationssysteme, die mit Schallwellen arbeiten, sind in der Entwicklung.

Drohnen und AUVs arbeiten zusammen vor Schottland

Kürzlich fand vor der schottischen Westküste das Manöver Unmanned Warrior statt. Ein Schwerpunkt dabei war der Einsatz unbemannter Systeme: unterschiedliche Drohnen, unbemannte Schiffe, AUVs sowie Sensorsysteme. Es wurde geprobt, wie AUVs Daten sammelten und diese an Drohnen weitergaben. Die Drohne wiederum übertrugen die Daten zu den Truppen an Land. Unmanned Warrior war Teil der Joint Warrior Exercise, die zwei Mal im Jahr stattfindet.

Die US-Marine setzt unbemannte Schiffe aber nicht nur unter Wasser ein: Sie testet seit diesem Jahr ein unbemanntes Schiff, das Anti-Submarine Warfare Continuous Trail Unmanned Vessel (Actuv, etwa: unbemanntes Schiff für die permanente Verfolgung im Kampf gegen U-Boote). Es wird derzeit getestet und könnte 2018 in Dienst gestellt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  2. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  3. Mica statt Aero: Windows 11 bringt Transparenzeffekte zurück
    Mica statt Aero
    Windows 11 bringt Transparenzeffekte zurück

    Weitere Applikationen werden mit einem bekannten Designelement ausgestattet: Windows 11 implementiert Transparenzeffekte mit Mica.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /