"Unattraktiv": Massive Diskussionen über erwachsene Männer und Videospiele
Ein einzelner Satz über Videospiele führt auf der Plattform X gerade zu millionenfachen Abrufen und heftigen Diskussionen weit über die Gaming-Szene hinaus. Die konservative US-Aktivistin Lizzie Marbach schrieb auf der Plattform(öffnet im neuen Fenster): "Ich weiß, das ist unpopulär, aber es wird immer unattraktiv sein, wenn erwachsene Männer Videospiele spielen."
Der Beitrag verbreitete sich innerhalb kurzer Zeit massiv und wurde knapp 11 Millionen Mal angesehen. Viele Spieler, Streamer und Entwickler reagierten teils spöttisch, teils empört.
Der momentan extrem populäre Twitch-Streamer Asmongold etwa machte sich in mehreren (teils sexistischen) Posts und Reaktionen über die Aussage lustig(öffnet im neuen Fenster).
Der Entwickler und Künstler Sainimatic wiederum verteidigte Spiele als Kunstform. "Einige der besten visuellen Designs entstehen in Videospielen." Danach schrieb er noch(öffnet im neuen Fenster), wer Videospiele grundsätzlich ablehne, sei oft "nicht neugierig auf Kunst".
Computerspieler sind im Durchschnitt über 38 Jahre alt
Die Debatte trifft offenbar einen Nerv, obwohl Computerspiele inzwischen tief im Alltag vieler Erwachsener verankert sind. So veröffentlichte der Branchenverband Game gerade eine Studie, laut der das Durchschnittsalter aller Spieler in Deutschland derzeit geschlechtsübergreifend bei 38,3 Jahren liegt.
Gaming ist damit offensichtlich längst nicht mehr nur Jugendkultur, sondern milliardenschwere Unterhaltungsindustrie mit E-Sport, Streaming und professionellen Creator-Karrieren.
Marbach selbst ist in den USA vor allem aus konservativen und religiösen Kreisen bekannt und erregte bereits mehrfach mit polarisierenden Aussagen auf Social Media Aufmerksamkeit.