Umzug: Streik am Amazon-Standort Werne

Wegen "teilweise chaotischen Zuständen" durch den Umzug in eine neue Halle wird heute an einem Amazon-Standort gestreikt. Laut Verdi werden die Arbeitssicherheitsvorschriften nicht eingehalten, Amazon widerspricht.

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Amazon-Arbeiter im Streik
Amazon-Arbeiter im Streik (Bild: Verdi)

Ein Teil der Beschäftigten streikt heute bei Amazon am Standort Werne. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 5. März 2018 bekannt. "Derzeit sind die Belastungen für die Kolleginnen und Kollegen bei Amazon in Werne besonders hoch, weil nach dem Umzug von vielen Beschäftigten in eine neue Halle und an den neuen Amazon-Standort in Dortmund teilweise chaotische Zustände herrschen", sagte Silke Zimmer, Landesfachbereichsleiterin für den Handel bei der Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen. Dies bedeute täglich ein neues Arbeitsumfeld und täglich neue Probleme, weil die Arbeitssicherheitsvorschriften nicht eingehalten würden.

Die Beschäftigten kämpfen seit Mai 2013 für eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag sowie bessere Arbeitsbedingungen. Urlaubsgeld fehlt bei Amazon komplett, das Weihnachtsgeld ist deutlich niedriger als die tariflichen 1.058 Euro. Amazon verweigerte von Anfang an hartnäckig Gespräche mit Verdi.

Die Gewerkschaft hat nicht genügend Mitglieder unter den Lagerarbeitern, um den Betrieb wirklich zum Stehen zu bringen. Ein Verdi-Sprecher sagte Golem.de, das man "heute wohl den bisher stärksten Streiktag" habe. Die Auszählung sei jedoch noch nicht abgeschlossen.

Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher sagte Golem.de: "Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal." Tatsächlich sind pro Standort immer einige hundert Lagerarbeiter an den Streiks beteiligt.

Der Umzug in das neue Logistikzentrum in Werne soll laut Amazon gut verlaufen sein, alle Mitarbeiter seien inzwischen in den Neubau umgezogen. Der neue Standort in Werne sei mit moderner Technik ausgestattet, in die Amazon 28 Millionen Euro investiert habe, was die Arbeit erleichtere. Durch den Einsatz neuer Flurförderfahrzeuge würden die Laufwege der Lagerarbeiter deutlich reduziert. "Einen Trend zu mehr Unfällen durch die Technik sehen wir in den ersten beiden Monaten nicht", erklärte Eichenseher.

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