Umweltschutz: Rechenzentren in Frankfurt beheizen Wohngebiete

Mit ihrer Abluft können Rechenzentren Tausende Megawattstunden an Wärme liefern. In einem Projekt sollen so 1.300 Wohnungen warm werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Rechenzentren generieren eine Menge Abwärme, die zum Heizen genutzt werden kann.
Rechenzentren generieren eine Menge Abwärme, die zum Heizen genutzt werden kann. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/Pixabay License)

In Frankfurt am Main sollen Rechenzentren mit ihrer warmen Abluft, die bislang ungenutzt in die Umwelt gelangt, 1.300 Wohnungen in einem Neubaugebiet beheizen. Die Kooperation zwischen einem Betreiber von Rechenzentren, dem Energieversorger Mainova und dem Projektentwickler wurde am Donnerstag vorgestellt.

Stellenmarkt
  1. Teamleiter*in (m/w/d) Testautomatisierung Ultrasonic Parking Functions
    IAV GmbH, Gifhorn
  2. (Senior) Software Developer (m/w/d)
    STABILO International GmbH, Heroldsberg
Detailsuche

Geplant ist, die Wohnungen im Frankfurter Gallusviertel ab Anfang 2023 zu mindestens 60 Prozent mit der Abwärme eines benachbarten Rechenzentrums zu versorgen, das vom Unternehmen Telehouse betrieben wird. Die restlichen 40 Prozent müssen über Fernwärme eingeleitet werden. Mainova rechnet mit einer jährlichen Wärmeabnahme von etwa 4.000 Megawattstunden pro Jahr.

Wasser zu kalt zum Duschen

Die Luft muss mit zwei Wärmepumpen auf die nötige Temperatur von 70 Grad erhitzt werden, denn die Abwärme aus Rechenzentren beträgt etwa 30 bis 35 Grad, schreibt die Zeitung Frankfurter Rundschau. Das reiche zwar für Heizungswasser, aber nicht etwa zum Duschen aus. Der Rechenzentrumsbetreiber Telehouse hat sich wohl zu einer Wärmeversorgung von 15 Jahren verpflichtet.

Das bedeutet nicht, dass das Projekt für Mainova günstig wird. Für den Anschluss werden etwa 500 Meter Leitungen verlegt, welche die Abluft von den Rechenzentren in das benachbarte geplante Wohngebiet transportieren. Zur Zeit führen diese Rohre noch ins Leere, sollen aber beim Bau der Neuwohnungen eingespannt werden.

Golem Akademie
  1. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Drei-Tage-Workshop
    19.-21.07.2022, Virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Frankfurter Bürgermeister Peter Feldmann (SPD) erklärte, das Vorhaben sei in der Größenordnung bundesweit einmalig. Es zeige, was künftig im Sinne des Klimaschutzes möglich sein könne. Eine ähnliche Kooperation im kleineren Umfang gibt es aber: Im Bankenviertel sorgt im Hochhaus Eurotheum die Abwärme eines Rechenzentrums für warmes Wasser und warme Heizkörper.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Die Mainova kündigte an, in den kommenden Jahren andere Rechenzentren an das Fernwärmenetz anzuschließen. In das Vorhaben im Gallusviertel werde ein niedriger Millionenbetrag investiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


msa1989 10. Jul 2021

In München wird schon seit etlichen Jahren mit der Abwärme des SuperMuc...

lam 09. Jul 2021

Scheinbar sind die Medien sich uneins: "Auch technisch gibt es einige Probleme zu...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Strange New Worlds Folge 1 bis 3
Star Trek - The Latest Generation

Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
Artikel
  1. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

  2. Flowcamper: Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt
    Flowcamper
    Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt

    Das elektrische Wohnmobil Frieda Volt basiert auf einem umgebauten Volkswagen T5 oder T6 und ist mit einem 72-kWh-Akku ausgerüstet.

  3. Cariad: Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch
    Cariad
    Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch

    Die Sorge um die Volkswagen-Softwarefirma Cariad hat den Aufsichtsrat veranlasst, ein überarbeitetes Konzept für die ehrgeizigen Pläne vorzulegen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 614€ • Crucial P5 Plus 2 TB 229,99€ • Preis-Tipp: Kingston NV1 2 TB 129,90€ • AVM FRITZ!Repeater 1200 AX 69€ • MindStar (u. a. Palit RTX 3050 339€) • MMOGA (u. a. Total War Warhammer 3 29,49€) [Werbung]
    •  /