Umweltschutz: Kreuzfahrt-Reederei MSC plant Brennstoffzellenschiff

Kreuzfahrtschiffe stehen wegen ihrer Emissionen in der Kritik. MSC untersucht die Machbarkeit eines Schiffs mit Brennstoffzelle und Wasserstoff als Treibstoff.

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Kreuzfahrtschiff MSC Seashore: "Entwicklungen neuer maritimer Technologien"
Kreuzfahrtschiff MSC Seashore: "Entwicklungen neuer maritimer Technologien" (Bild: MSC)

Mit gutem Gewissen auf Kreuzfahrt gehen: Die Kreuzfahrt-Reederei MSC Cruises hat sich dazu verpflichtet, ihren Betrieb bis 2050 klimaneutral zu machen. Dazu könnten Schiffe mit Brennstoffzellenantrieb beitragen.

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Die weltweite Schifffahrt verursacht nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 2,6 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen. Hinzu kommen Schwefeloxide (SOx), Stickstoffoxide (NOx) sowie Ruß und Feinstaub. Saubere Antriebe sind deshalb dringend nötig.

Brennstoffzellen gelten als eine Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen. Mit grünem, also mit Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugtem Wasserstoff könnten Schiffe Kohlendioxid-neutral fahren. MSC Cruises, die Kreuzfahrtsparte der in Genf ansässigen Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC), will zusammen mit der italienischen Werft Fincantieri und dem italienischen Gasversorger Snam in den kommenden zwölf Monaten eine Machbarkeitsstudie dazu durchführen.

Wie muss die Infrastruktur beschaffen sein?

Untersucht werden die Anforderungen an den Bau eines solchen Schiffes. Dabei wird es beispielsweise um die Unterbringung der Brennstoffzellen und der weiteren Systeme im Schiff gehen. Die Studie beschäftigt sich zudem mit den technischen und wirtschaftlichen Aspekten der Wasserstoffversorgung und -infrastruktur.

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Wasserstoff könnte eine wichtige Komponente für die Energiewende sein. "Allerdings sind die Produktionsmengen heute noch gering und Wasserstoff als Kraftstoff ist noch weit davon entfernt, in großem Umfang verfügbar zu sein", sagte MSC-Cruise-Chef Pierfrancesco Vago. "In dem Maße, in dem wir Entwicklungen neuer maritimer Technologien vorantreiben, werden wir auch dafür sorgen, dass die Energieversorger auf uns aufmerksam werden und die Produktion hochfahren. Auch die Regierungen und der öffentliche Sektor werden sich dann einschalten, um notwendige Unterstützung für die CO2-Reduzierung der Kreuzfahrt und der Schifffahrt zu leisten."

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Die Kreuzfahrtbranche steht unter Druck: Einige der großen Hafenstädte, darunter Sydney und Amsterdam, wollen Kreuzfahrtschiffe wegen der lokalen Emissionen aus den Innenstädten verbannen. Die norwegische Regierung will ab 2030 nur noch Brennstoffzellenfähren im Küstendienst einsetzen. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organization, IMO) der Vereinten Nationen hat beschlossen, die Kohlendioxidemissionen im Schiffsverkehr bis 2050 um mindestens die Hälfte gegenüber 2008 zu verringern.

Seit einigen Jahren gibt es mehrere Projekte, die sich mit Brennstoffzellen auf Schiffen beschäftigen. Der Treibstoff muss aber nicht unbedingt Wasserstoff sein: Im Rahmen des Projekts ShipFC wird ein Versorger mit einem Brennstoffzellensystem ausgestattet. Das soll statt mit Wasserstoff mit Ammoniak betrieben werden.

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