Umweltschutz: Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
Binnenschifffahrt soll sauberer werden: In einem Pilotprojekt will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes Akkuladestationen für Binnenschiffe aufstellen. Diese sollen die Schiffe mit Strom versorgen und damit in Liegezeiten ihren Dieselgenerator abschalten.
Wie Seeschiffe lassen auch Binnenschiffe, wenn sie festliegen, meist den Dieselgenerator laufen, der Strom für die Bordsysteme liefert. Dabei wird Kohlendioxid und Feinstaub freigesetzt. Zudem sind die laufenden Maschinen laut. Bekommen die Schiffe an den Binnenwasserstraßen Landstrom, muss der Dieselgenerator nicht laufen.
In dem Pilotprojekt will die WSV 120 Ladesäulen an Kanälen in Nordrhein-Westfalen (NRW) aufstellen. Standort der ersten wird eine Anlegestelle bei Riesenbeck am Dortmund-Ems-Kanal. Ein Ziel des Projekts sei, einen einheitlichen Standard für die Anschlüsse sowie für die Abrechnung zu etablieren, sagte eine WSV-Sprecherin der Deutschen Presseagentur (dpa). Dieser soll dann bundesweit eingeführt werden.
Es gibt bereits Ladesäulen an mehreren Binnenwasserstraßen in NRW. Insgesamt sind es 62. Daneben wollen Köln und Düsseldorf Landstromanschlüsse für die wachsende Zahl der Hotel- und Binnenkreuzfahrtschiffe bereitstellen. In Düsseldorf wurden in diesem Jahr zwei Anleger mit Landstrom ausgestattet. Im Laufe des Jahres sollen drei weitere hinzukommen.
Köln will auf lange Sicht alle Anlegestellen für Hotel- und Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom ausstatten. Die entsprechenden Arbeiten laufen.
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