Umweltschutz: Großbritannien will Verbrenner ab 2030 verbieten
Großbritannien will das Verbot von Fahrzeugen, die mit fossilen Brennstoffen fahren, noch weiter vorziehen – und zwar von 2035 auf 2030. Laut einem Bericht des Guardian(öffnet im neuen Fenster) wird die Ankündigung des Vorhabens für Herbst 2020 erwartet. Noch 2019 hieß es, dass erst im Jahr 2040 Schluss sein solle mit Benzin und Dieselmotoren für Autos. Im Februar 2020 wurde der Termin erstmals vorverlegt .
E-Autos sollen Wirtschaft nach der Pandemie stärken
Die Regierung will damit nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch eine wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie vorantreiben. Auch andere Ankündigungen zum Umstieg auf saubere Energieformen würden vom britischen Premier Boris Johnson erwartet, berichtete der Guardian unter Berufung auf interne Quellen.
In Europa gibt es bisher keine klare Linie zum Ausstieg bei Verbrennungsmotoren. Frankreich will ein Verbot für 2040 durchsetzen, will sich dazu laut Guardian aber zunächst mit Deutschland, Irland und den Niederlanden einigen. Norwegen will ab 2025 ein Verbot einführen, hat aber keine eigene Automobilindustrie. Schweden und Dänemark wollen 2030 die Neuzulassung von Dieseln und Benzinern verbieten.
Der Direktor des Übertragungsnetzbetreibers National Grid, Graeme Cooper, wies unterdessen Befürchtungen zurück, das britische Stromnetz könne den Belastungen durch das Laden von E-Autos nicht gewachsen sein. Sollten alle Autos über Nacht zu Elektroautos werden, stiege zu Spitzenzeiten der Strombedarf um zehn Prozent, sagte er. Dies könne das Netz problemlos bewältigen. Dennoch müssten mehr Schnellladesäulen aufgebaut werden, damit die Autos auch bei Überlandfahrten geladen werden könnten.
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