Umweltschutz: Elektroschrott darf bald bei Aldi und Lidl abgegeben werden

Bei Großgeräten gilt das nur, wenn zugleich ein passendes Neugerät gekauft wird.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Elektroschrott in einem Recycling-Zentrum
Elektroschrott in einem Recycling-Zentrum (Bild: Pixabay)

Künftig können alte Elektrogeräte wie elektrische Zahnbürsten oder Handys auch in Discountern und Supermärkten abgegeben werden. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat der Bundesrat beschlossen. Voraussetzung dafür ist, dass die Ladenfläche größer als 800 Quadratmeter ist und die Läden selbst mehrmals im Jahr Elektrogeräte verkaufen. Die neuen Regeln treten im Januar 2022 in Kraft.

Geschäfte müssen kleine Geräte wie den ausgedienten Taschenrechner, einen alten Rasierer oder ein kaputtes Smartphone auch annehmen, wenn diese anderswo gekauft wurden. Das gilt für alle Geräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 cm.

Größere Geräte wie etwa alte Fernseher können jedoch nur abgegeben werden, wenn dabei ein neues Gerät gekauft wird - etwa, wenn ein Supermarkt im Rahmen einer Aktion Fernseher anbietet. Auch bei Kühlschränken oder Ähnlichem gilt diese Regel und Discounter wie Aldi oder Lidl haben immer mal Aktionen, in denen solche Produkte in den Filialen verkauft werden.

Neue Regeln für den Online-Handel

Auch Online-Händler müssen den Elektroschrott kostenlos und unkompliziert zurücknehmen und recyceln. Dabei müssen Online-Verkäufer das Angebot, dass Altgeräte zurückgenommen werden, aktiv bewerben.

Hintergrund ist, dass in Deutschland bisher weniger alte Elektrogeräte eingesammelt werden als eigentlich von der EU vorgeschrieben. Personen sind verpflichtet, ihren Müll zu trennen - dazu gehört auch, dass Elektroschrott weder in den Restmüll noch in die gelbe Tonne oder den gelben Sack gehört. Allerdings kontrollieren keine staatlichen Stellen den Hausmüll, es droht in der Regel keine Strafen.

Vor dem Hintergrund strengerer Sammelpflichten wurden ab Sommer 2016 der stationäre und der Online-Handel stärker in die Pflicht genommen, Elektroschrott zurückzunehmen, um Verbrauchern den Weg zum Wertstoffhof zu ersparen. Bisher gilt die Rücknahmepflicht für Geschäfte aber nur, wenn sie eine Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern haben, im Online-Handel gelten Lager- und Versandflächen.

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Its_Me 10. Mai 2021

In Wuppertal stehen neben den üblichen Papier und Glascontainern meistens auch einer für...

Salzbretzel 10. Mai 2021

Nur mal um koriose Beobachtungen weiter zu geben: Wir haben ein Mobilfunk Geschäft und...

ricochet 10. Mai 2021

Die gelten ja mittlerweile auch als Elektroschrott.

dummzeuch 10. Mai 2021

Weil der Gesetzgeber sie dazu verpflichtet, steht doch im Artikel.



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