Umweltschutz: Continental will recycelte PET-Flaschen zu Reifen machen
Reifen enthalten nicht nur Kautschuk, sondern auch Polyestergarn. Das will Continental ab 2022 aus recycelten PET-Getränkeflaschen(öffnet im neuen Fenster) gewinnen. Zusammen mit dem Faserspezialisten Otiz wurde der Prozess für die Wiederaufbereitung entwickelt. Nach Angaben der Unternehmen weist der Sekundärrohstoff die gleiche hohe Qualität wie PET-Neuware auf.
Ein Pkw-Reifen besteht aus rund 400 Gramm Polyestergarn. Umgerechnet können so zukünftig mehr als 60 recycelte PET-Flaschen für einen vollständigen Fahrzeugreifensatz verwendet werden.
Das Polyestergarn wird über einen mechanischen Prozess aus Polyethylenterephthalat-Flaschen (PET-Flaschen) gewonnen. Es wird beim Aufbau der Reifenkarkasse eingesetzt und soll klassisches Polyester verdrängen. Besonders interessant bei dem Recyclingansatz: Es sind keine chemischen Zwischenschritte notwendig.
Die Flaschen werden maschinell gereinigt, zerkleinert, eingeschmolzen und granuliert. Danach folgen die sogenannte Festkörper-Polymerisation und ein modifizierter Spinnprozess.
"Bereits ab 2022 sind wir in der Lage, aus recycelten PET-Flaschen gewonnenes Material in der Reifenproduktion einzusetzen. In unserem neuartigen Recyclingprozess werden die Fasern aus recyceltem PET gesponnen, ohne dass das Material zuvor in seine Komponenten zerlegt werden muss" , so Dr. Andreas Topp von Continental. Der erste Reifen soll auf der Internationalen Automobilausstellung 2021 gezeigt werden.
Bis spätestens 2050 will Continental sukzessive 100 Prozent nachhaltig erzeugte Materialien in seinen Reifenprodukten einsetzen.
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