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Umweltinformationszentrum: BMU plant zentrales Informationsportal

Nachdem die EU die Zersplitterung bei der Sammlung von Umweltdaten abgemahnt hat, wird nun ein zentrales Umweltinformationszentrum eingerichtet.
/ Mike Faust
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Das BMU richtet ein zentrales Umweltinformationszentrum ein. (Bild: pixabay)
Das BMU richtet ein zentrales Umweltinformationszentrum ein. Bild: pixabay

Wie das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) berichtet, wird ein nationales Umweltinformationszentrum eingerichtet. Dieses soll alle für Deutschland relevanten Informationen und Daten zum Thema Umwelt auf einer zentralen Plattform sammeln und aufbereiten. Anschließend werden die Inhalte der Wissenschaft, Forschung und Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Hintergrund ist, dass die Europäische Kommission die starke Zersplitterung bei der Sammlung von umweltbezogenen Daten bemängelte. Das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) erklärt diesen Umstand damit, dass nicht mehr nur die öffentliche Hand Daten erhebt, sondern auch in Unternehmen und im privaten Bereich viele Informationen gesammelt werden.

Laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze sind fundierte Daten die Grundlage für viele wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Um diese Entwicklungen nachhaltig gestalten zu können, wird ein schneller und einfacher Zugang zu Umweltdaten und -informationen benötigt.

Beitrag zur Transformation des mitteldeutschen Braunkohlereviers

Der Aufbau des Umweltinformationszentrums soll mit Investitionen von 85 Millionen Euro ab Sommer 2021 beginnen. Als Standort wurde Merseburg ausgewählt, das nicht nur wegen seines Status als Hochschulstandort als geeignet erschien, sondern als Standort für das Umweltinformationszentrum auch zur Transformation des mitteldeutschen Braunkohlereviers zu einem nachhaltigerem Industriestandort einen Beitrag leisten soll.

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Neben der reinen Bereitstellung von Daten sollen zudem auch Informationen zu Genehmigungsverfahren und umweltrechtliche Vorschriften leichter zugänglich sein. Über standardisierte Schnittstellen lassen sich auch von externen Anwendungen Informationen aus dem Umweltinformationszentrum abrufen. Zu guter Letzt soll auch der Einsatz von KI bei der Sortierung und Auswertung von großen Datenmengen helfen.


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