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Umwelt: China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung

Ein Kamin gegen Xi'ans Schornsteine: In der alten Kaiserstadt Xi'an haben Forscher einen 100 Meter hohen Kamin errichtet, der sauberere Luft emittiert. Gerade im Winter ist das auch nötig.

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Schlechte Luft in Peking: zehn Millionen Kubikmeter saubere Luft
Schlechte Luft in Peking: zehn Millionen Kubikmeter saubere Luft (Bild: Kevin Frayer/Getty Image)

Frische Luft ist in Chinas Städten oft Mangelware, gerade im Winter. In Xi'an, der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Shaanxi, haben Forscher einen Turm errichtet, der Schadstoffe aus der Luft filtert und diese verbessert. Es ist weltweit die größte Anlage dieser Art.

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Der Luftreiniger, den Forscher des Instituts für Umweltwissenschaften der chinesischen Akademie der Wissenschaften 2014 ersonnen haben, besteht aus einem rund 100 Meter hohen Kamin aus Beton, in dessem Inneren Filter angebracht sind. Um die Basis herum stehen Glasdächer, die etwa die Fläche eines halben Fußballfeldes einnehmen.

Luft erwärmt sich und steigt auf

Das System nutzt den Kamineffekt und funktioniert ähnlich wie ein Aufwindkraftwerk: Die Sonne scheint durch die Glasdächer und erwärmt die Luft darunter. Die warme Luft steigt im Kamin hoch. Es entsteht ein Unterdruck, der weitere Luft ansaugt. Die Anlage kommt nach Angaben der Betreiber weitgehend ohne Stromzufuhr aus.

Beim Aufsteigen passiert die Luft die Filter, die Feinstaub aus der Luft entfernen. Die Belastung mit diesen Partikeln, die im Schnitt etwa einen Durchmesser von 2,5 Mikrometer haben, ist im Winter sehr hoch, da in Xi'an wie in vielen anderen chinesischen Städten noch vielfach mit Kohle geheizt wird. Die Glasdächer sind beschichtet, damit sie das Sonnenlicht besser absorbieren und den Wirkungsgrad erhöhen. Dadurch arbeitet der Luftreiniger auch in der kalten Jahreszeit.

Der Turm produziere am Tag über zehn Millionen Kubikmeter saubere Luft, sagte Cao Junji, wissenschaftlicher Leiter des Projekts, der Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post. Der Effekt sei auf einer Fläche von zehn Quadratkilometern in der Stadt messbar.



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