Umwandlung zum Hintergrundsystem: Touch-&-Travel-Ticket wird eingestellt

Das Handy-Ticketsystem Touch & Travel wird von der Deutschen Bahn eingestellt. Es gibt zu wenige Kunden. Es gibt allerdings Pläne, das System als Check-in-/Check-out- oder Be-in-/Be-out-System fortzuführen und in andere E-Ticket-Lösungen zu integrieren.

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Das Touch-&-Travel-System wird nicht mehr lange für Endkunden nutzbar bleiben.
Das Touch-&-Travel-System wird nicht mehr lange für Endkunden nutzbar bleiben. (Bild: Deutsche Bahn)

Das System Touch & Travel der Deutschen Bahn wird als Endkundengeschäftsmodell zum Jahresende 2016 eingestellt. Nur 100.000 Kunden konnte das System deutschlandweit gewinnen, das mit Smartphone-Tickets der einzelnen Verkehrsverbünde sowie dem E-Ticket Deutschland, von dem auch eine Smartphone-Variante geplant ist, konkurriert.

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Aus einer Quelle erfuhren wir, dass schon seit über einem Jahr die Einstellung klar ist. Zu Beginn des Jahres berichtete auch Nahverkehr Hamburg von den Plänen. In den Kommentaren zu unseren E-Ticket-Artikeln, zuletzt in unserem Erfahrungsbericht zum Rhein-Main-E-Ticket, kam häufiger die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser kontaktlosen Smartcards auf, denn es gebe doch Touch & Travel. Auf Nachfrage von Golem.de hat die Deutsche Bahn nun offiziell bestätigt, dass das System nur bis Ende des Jahres verfügbar sein wird.

Touch & Travel rückt in den Hintergrund

Die Deutsche Bahn will das System aber nicht vollständig aufgeben, denn es ist ein lang erprobtes System und auch unsere Leser, die das System recht häufig nutzen, sind anscheinend zufrieden. In der Praxis haben wir in Berlin allerdings noch nie einen Touch-&-Travel-Nutzer gesehen, und das, obwohl das System auch im Verbundgebiet mit BVG und S-Bahn funktioniert und wir den Start 2011 begleiteten.

Sowohl mit QR-Codes als auch mit NFC-Tags ist das deutschlandweite System in der Hauptstadt nutzbar und damit parallel mit der regionalen Lösung E-Ticket (VBB-Fahrcard, kontaktlose ISO-Smartcard) sowie den Smartphone-Tickets unter anderem vom VBB selbst oder der BVG vorhanden.

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Statt das bisherige Geschäftsmodell fortzuführen, versucht die Deutsche Bahn, das Backend zu verkaufen: "Das Unternehmen plant, zukünftig die Check-in-/Check-out- bzw. Be-in-/Be-out-Funktionalitäten, auf denen Touch & Travel basiert, zur Integration in die Systeme und Apps der Verkehrsverbünde anzubieten". Hier sieht die Deutsche Bahn einen Zukunftsmarkt durch neue Verkaufsoptionen für potenzielle Fahrgäste und Tarifsysteme, die beispielsweise auf Streckenkilometer- oder Luftlinienbasis arbeiten.

Touch & Travel ist mit zahlreichen Tarifkonzepten kompatibel. Zeit-, Zonen- oder Wabentarife sind abbildbar und können per Check-in und -out GPS-basiert entsprechend abgerechnet werden. Dazu gehört auch die Verwendung einer automatischen tariflichen Obergrenze. Wer viel fährt, zahlt dann beispielsweise nur den passenden Monatskartentarif. Auch Be-in- und Be-out-Systeme sind möglich. Dafür braucht es allerdings eine passende Infrastruktur innerhalb des Wagenmaterials der Verkehrsbetriebe. Seit mehreren Monaten arbeitet die Deutsche Bahn nun daran, das Hintergrundsystem für die Verkehrsbetriebe attraktiv zu gestalten, da ihnen damit viel Eigenentwicklung abgenommen wird.

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stuempel 22. Mär 2016

...mit der man keine Fahrt buchen kann und deren Entwicklung auf Eis gelegt wurde. Na...

Berner Rösti 22. Mär 2016

Ich glaube nicht, dass die Kunden zu doof waren. Die Bahn hat sich jedoch keine...

Stepinsky 22. Mär 2016

Danke für den Hinweis zum Handy-Ticket. Leider ist die Abdeckung völlig mau. Soweit ich...

Django1956 22. Mär 2016

Was soll ein System was nicht flächendeckend ist. Ich muss mir hier erst eine Fahrkarte...



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