UMTS: Swisscom beginnt mit 3G-Abschaltung

Zum Jahreswechsel hat Swisscom – wie seit Langem angekündigt – mit der Abschaltung des Mobilfunks der 3. Generation begonnen. Das Herunterfahren des Dienstes soll einige Wochen lang dauern. Sunrise vollzog die Abschaltung bereits im Sommer 2025. Salt wird noch bis mindestens Ende 2026 sein 3G-Netz weiterbetreiben.
"Auf dem 3G-Netz von Swisscom läuft heute deutlich weniger als 1 Prozent des mobilen Datenverkehrs, die Technologie belegt aber rund 10 Prozent der Antennenkapazität" , erklärte Swisscom-Sprecher Armin Schädeli zuvor. Aktuell würden noch 180.000 Privat- und Firmenkunden 3G verwenden. Davon seien 100.000 private Nutzer, sagte Schädeli der Schweizer Computerworld(öffnet im neuen Fenster) . Die dritte Mobilfunkgeneration war bei ihrer Einführung vor rund 20 Jahren eine Revolution und legte den Grundstein für den Siegeszug der Smartphones.
Im Jahr 2004 hatte Swisscom in der Schweiz die dritte Mobilfunkgeneration eingeführt, die maximale Datenrate betrug 384 Kbit/s.
"3G wird in der Schweiz auf dem 900-MHz-Band betrieben. Es sind zudem noch einzelne 3G-Zellen auf dem 2.100-MHz-Band in Betrieb" , sagte Schädeli Golem im März 2022. Das Basisnetz für viele Dienste war bereits damals das 4G-Netz, es liefen aber noch 27 Prozent des Telefonieverkehrs über 3G.
Viele Anwendungen, die wie die Alarmanlagen in Liften früher auf 2G liefen, seien beim 2G-Phase-out von vielen Kunden direkt auf 4G umgestellt worden. Swisscom habe das frühzeitig angekündigt. Reine 3G-Geräte wie viele Webcams auf Schweizer Bergen funktionieren jedoch nicht mehr .
Schweiz hat 2G früher als Deutschland abgeschaltet
Swisscom schaltete seine Technik der zweiten Generation (2G/GSM) bereits im April 2021 vom Netz genommen ; das Refarming wurde eine Woche später abgeschlossen. Die GSM-Frequenzen lagen im Bereich von 850 bis 1.900 MHz
In Deutschland wurde von den Anbietern im Jahr 2021 das 3G-Netz abgeschaltet.



