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Umstrittenes KI-Feature: Recall kann nicht aus Windows 11 entfernt werden

User haben versucht, die Windows -Recall-App zu deinstallieren. Dabei haben sie den File Explorer kaputtgemacht.
/ Oliver Nickel
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Ganz ohne Recall kommt Windows 11 künftig nicht aus. (Bild: Pixabay.com)
Ganz ohne Recall kommt Windows 11 künftig nicht aus. Bild: Pixabay.com

Mit dem aktuellen Inhaltsupdate 24H2 will Microsoft auch das zuvor umstrittene Feature Recall(öffnet im neuen Fenster) wieder reaktivieren. Das Unternehmen hatte Besserung versprochen, um so der Kritik durch die Windows-Kundschaft entgegenzuwirken. Allerdings scheint die KI-Suche weiterhin Probleme zu machen. Der File Explorer, eine wichtige Systemkomponente in Windows 11, basiert teils auf Recall und ist von diesem Tool abhängig.

Wird das Recall-Modul also entfernt, dann kann auch der File Explorer nicht mehr richtig genutzt werden. Das fand der Tech-Youtuber Chris Titus Tech(öffnet im neuen Fenster) heraus. Sein Team entwickelt unter anderem das Installationstool Microwin, mit dem sich diverse Komponenten für die Erstinstallation von Windows 11 abwählen lassen. In der Kommentarsektion unterhalb des Github-Projekts(öffnet im neuen Fenster) haben sich User allerdings geäußert und herausgefunden, dass der File Explorer nicht mehr richtig funktioniert, wenn Recall nicht vorhanden ist.

Recall als Systemtool

Für Kunden bedeutet das: Recall bleibt als Systemtool in künftigen Versionen von Windows 11 immer installiert. Die Dateien lassen sich nicht einfach so entfernen. Allerdings wird Recall standardmäßig im deaktivierten Zustand ausgeliefert . User können das Feature über die Tastenkombination Windows+J oder über das entsprechende App-Icon öffnen. Auch ist es möglich, es bereits bei der Ersteinrichtung von Windows 11 zu aktivieren.

Recall legt in regelmäßigen Intervallen Screenshots vom gezeigten Desktopinhalt an. Diese Bilder können über die App später nach Stichwörtern und anderen Parametern durchsucht werden. So soll eine Suche nach Momenten und Erinnerungen besser möglich sein.

Die Kritik daran war schon damals die Fragestellung, was mit diesen gesammelten Daten passiert und wie sie gespeichert werden. Microsoft versichert eine lokale Datenverarbeitung auf dem Gerät. Möglicherweise benötigt die Software deshalb mindestens 50 GByte freien Speicherplatz.


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