Umstieg auf Git: Reibungslos die Versionsverwaltung wechseln

Noch immer scheuen viele Unternehmen den Umstieg auf Git. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass das aber erstaunlich reibungslos klappen kann.

Artikel von Tim Schürmann veröffentlicht am
Wer jetzt erst auf Git umsteigt, kann von vielen anderen lernen.
Wer jetzt erst auf Git umsteigt, kann von vielen anderen lernen. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)

Binnen weniger Jahre hat sich Git zum meistbenutzten Versionskontrollsystem gemausert. Nicht ganz unschuldig daran ist wohl der Online-Dienst GitHub, der mit weltweit erreichbaren Repositories und ergänzenden Entwicklungswerkzeugen lockt. Obwohl viele Entwickler mit diesem Hype bereits vor rund fünf Jahren zu Git gewechselt sind, finden sich in Unternehmen immer noch zentral arbeitende Versionskontrollsysteme wie Subversion.

Inhalt:
  1. Umstieg auf Git: Reibungslos die Versionsverwaltung wechseln
  2. Repos aufteilen für Git
  3. Werkzeuge für die Git-Migration
  4. Abseits der Git-Konvertierung

Während dort ein Server den Quellcode und die zugehörigen Assets kontrolliert, besitzt bei Git jeder Entwickler eine Kopie des kompletten Repositorys. Dieser verteilte Arbeitsansatz sowie leicht unterschiedliche Workflows schüren die Angst vor einem Umstieg. Dass sie komplett unbegründet ist, zeigt ein Blick auf erfolgreich durchgeführte Migrationen.

Riesige Repositorys auf Git migrieren

Eine solche hat beispielsweise das in Bremen ansässige Unternehmen Univention hinter sich, das für seinen Univention Corporate Server (UCS) bekannt ist. Dort migrierten 2015 der Bereich Professional Services und 2017 die Produktentwicklung unter anderem ein rund 4 GByte großes Subversion-Repository auf Git.

Mit einem noch deutlich größeren Datenbestand hatte fast zur gleichen Zeit die Raritan Deutschland GmbH zu kämpfen. Das Unternehmen fertigt Power Distribution Units, die in Servern den Strom verteilen. Laut Christian Krause aus dem Migrationsteam verwaltete die über Jahre gewachsene Software für die intelligenten Leisten ein rund 15 GByte großes Subversion-Repository mit rund 250.000 Commits, 400 Branches und 6000 Tags.

Stellenmarkt
  1. Customer Support Agent (m/w/d) für IT / Krypto
    CoinTracking GmbH, Gräfelfing
  2. SAP Fiori/SAP UI5 Developer (m/w/d)
    B.i.TEAM Gesellschaft für Softwareberatung mbH, Karlsruhe
Detailsuche

Mit einer History von 1 GByte Daten und 140.000 Commits wirkt das von Carl Vituall migrierte Mercurial-Repository dagegen eher klein. Selbst in dieser Größenordnung setzt jedoch ein erfolgreicher Umzug eine gute Planung und umfangreiche Tests voraus. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die benötigten Daten wie gewünscht im neuen Git-Repository landen und sich die eigentliche Umstellung in möglichst kurzer Zeit durchführen lässt.

Das FreeBSD-Projekt begann etwa seine Planungen für einen Umstieg von Subversion auf Git bereits im September 2019. Die eigentliche Konvertierung erfolgte erst ein Jahr später, wobei der Umstieg eines Teilprojekts sogar erst im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein wird.

Versionsverwaltung mit Git: Praxiseinstieg (mitp Professional)

Mit Blick auf die genannten Migrationsprojekte zeigt sich schnell, was dabei konkret zu beachten ist. Idealerweise bildet sich dafür auch eine Arbeitsgruppe, die den Umstieg plant und später durchführt. Zumindest sollte es einen Ansprechpartner geben, der die Konvertierung koordiniert und überwacht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Repos aufteilen für Git 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


lvds 21. Mär 2021

Das Mergen mit git wird doch eigentlich immer nur dann zum Problem, wenn der Branch zu...

Michael H. 17. Mär 2021

Klingt ehrlich gesagt nach viel Bastelei, Geschnippel, Frickelei, Frust und Überstunden xD

Marc_os 17. Mär 2021

Hi, gibt es eigentlich eine rechtliche Verpflichtung ein Softwareverwaltungs-System...

dummzeuch 17. Mär 2021

+1

Trockenobst 16. Mär 2021

Man hat auch viele Prozesse die nichts in diesen Tools zu Suchen haben über die Tools...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Discovery Staffel 4
Star Trek mit viel zu viel Pathos

Die ersten beiden Folgen der neuen Staffel von Star Trek Discovery bieten zwar interessante Story-Ansätze, gehen aber in teils unerträglichen Gefühlsduseleien unter. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

Discovery Staffel 4: Star Trek mit viel zu viel Pathos
Artikel
  1. Soziales Netzwerk: Twitter-Mitgründer Jack Dorsey tritt zurück
    Soziales Netzwerk
    Twitter-Mitgründer Jack Dorsey tritt zurück

    Jack Dorsey ist nicht länger Chef von Twitter - sehr zur kurzen Freude der Akionäre. Der Nachfolger steht bereits fest.

  2. Telekom-Internet-Booster: Feldtest bringt über 600 statt 50 MBit/s ins Haus
    Telekom-Internet-Booster
    Feldtest bringt über 600 statt 50 MBit/s ins Haus

    Die Telekom beginnt mit 5G DSL. Dafür wird im Haushalt eine Außenantenne benötigt.

  3. Medion Erazer Deputy P25/Beast X25: Aldi verkauft Gaming-Notebooks mit Ryzen 5000
    Medion Erazer Deputy P25/Beast X25
    Aldi verkauft Gaming-Notebooks mit Ryzen 5000

    Die Medion Erazer Deputy P25 und Beast X25 bedienen Gaming-Enthusiasten mit unterschiedlichen Budgets. Nvidia-GPU und Ryzen-CPU sind dabei.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Cyber Monday • AMD Ryzen 7 5800X 348€ • 3 für 2: Star Wars & Marvel • Bis 300€ Direktabzug auf TVs, Laptops uvm. • Bis 50% auf beyerdynamic + Gratis-Kopfhörer • Cyber Monday bei MM/Saturn (u. a. Xiaomi 11 Lite 5G 299€) • Alternate (u. a. be quiet CPU-Kühler 29,99€) [Werbung]
    •  /