Umsatzwachstum: Huawei will sinnlose Meetings und teure Events streichen

Huawei will wegen schwächerem Umsatzwachstum sparen, und sich verändern. Erfolgsverwöhnt ist der Konzern mit einem Wachstum um 32 Prozent auf 75 Milliarden US-Dollar nicht zufrieden. Nun soll vieles anders werden.

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Huawei Event: Weniger inhaltsleere und extravagante Marketing-Events und Konferenzen
Huawei Event: Weniger inhaltsleere und extravagante Marketing-Events und Konferenzen (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Huawei-Chef Eric Xu will mit Kürzungen auf ein geringeres Umsatzwachstum reagieren. Das geht aus einem Memo an die Mitarbeiter hervor, dass von dem Unternehmen veröffentlicht wurde. Der Umsatz wird im Jahr 2016 nur um 32 Prozent auf 520 Milliarden Yuan (75 Milliarden US-Dollar) steigen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahr 2015, als 37 Prozent Wachstum erreicht wurden.

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Huawei ist ein weltweit führender Ausrüster von Telekommunikationskonzernen und Hersteller von Servern, Storage, Cloud und Smartphones. Hauptsitz ist im chinesischen Shenzhen.

"Das Jahr 2016 brachte eine Menge von schwarzen Schwänen - sowohl politisch als auch wirtschaftlich - überall auf der ganzen Welt", erklärte Xu. "2017 werden wir noch größeren globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten begegnen."

Mehr "unabhängiges Denken"

Xu forderte: "Wir müssen profitables Wachstum sichern und einen gesunden Cash Flow beibehalten." Die allgemeinen Kosten und Verwaltungskosten seien schneller gewachsen als die Umsatz-Bruttomarge. Alle Geschäftsbereiche müssten profitables Wachstum und gesunden Cashflow verfolgen. Das Consumer Business, also der Smartphone-Bereich, müsse "konzentriert auf Gewinn bleiben". Ob der genossenschaftlich organsierte Konzern hier Gewinn macht, ist umstritten.

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Huawei ist bekannt für seine vielen, sehr teuer ausgestalteten globalen Events für Kunden und Medien, wo schon einmal ein riesiges Schloss, oder ein ganzes Fußballstadion als Veranstaltungsort angemietet werden.

Im Jahr 2017 würde bei "inhaltsleeren und extravaganten Marketing-Events und Konferenzen gekürzt". Es solle auch "weniger sinnlose Gespräche in Büros" des Konzerns geben, die weit vom eigentlichen Geschäft weg seien. "Blinder Optimismus und Rhetorik über Huawei als Branchenführer" solle vermieden werden. Huawei müsse sich auf alles einstellen und brauche mehr "unabhängiges Denken".

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