Umsatz von Windows sinkt: Nadella sieht in KI die "nächste große Welle des Computing"

Microsoft hat seinen neuen Geschäftsbericht für sein zweites Quartal 2023 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Der Umsatz des Konzerns belief sich in den drei Monaten bis zum 31. Dezember 2022 auf 52,7 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 16,4 Milliarden US-Dollar und sank damit um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Geschäftsjahr von Microsoft beginnt im Juli.
Besonders die Personal-Computing-Sparte, zu der Windows, Bing und Xbox gehören, lief schlechter. Hier ging der Umsatz um 19 Prozent auf 14,2 Milliarden US-Dollar zurück. Der Umsatz mit Windows-OEM-Produkten sank um 39 Prozent und setzte damit den Abwärtstrend fort . Im letzten Quartal sank der Umsatz in dieser Sparte um 15 Prozent . Der Umsatz mit Xbox-Inhalten einschließlich dem Spiele-Abo Game Pass ging um 12 Prozent zurück.
Im Gegensatz dazu lag der Microsoft-Cloud-Umsatz bei 27,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz mit Serverprodukten und Cloud-Services stieg um 20 Prozent, angetrieben von einem Umsatzwachstum von 31 Prozent bei Azure.
CEO Satya Nadella bekräftigte das Engagement von Microsoft im Bereich der künstlichen Intelligenz. "Die nächste große Welle des Computing ist im Entstehen" , sagte Microsoft-CEO Satya Nadella. Man wolle seine Kunden dabei unterstützen, "Plattformen und Tools zu nutzen, um heute mit weniger Aufwand mehr zu erreichen und in der neuen Ära der KI Innovationen für die Zukunft zu schaffen." Microsoft beteiligte sich zuletzt stärker am ChatGPT-Entwickler OpenAI und bietet dessen Produkte in der Azure-Cloud an .
Kurz vor Bekanntgabe der aktuellen Geschäftszahlen kündigte Microsoft einen massiven Stellenabbau an: 10.000 Angestellte müssen das Unternehmen verlassen , etwa 5 Prozent der gesamten Belegschaft. CEO Satya Nadella verwies in einem Blogpost auf wirtschaftliche Gründe. "Während unsere Kunden ihre digitalen Ausgaben während der Pandemie beschleunigt haben, optimieren sie jetzt ihre digitalen Ausgaben, um mit weniger mehr zu erreichen" , sagte Nadella. Für Microsoft und die gesamte Branche sei "Showtime" .



