Besonders sichere Akkus

Diese Batterien gelten als eigensicher. Ein thermisches Durchgehen oder eine Membranschmelzung wie bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus mit Cobalt-Oxid soll ausgeschlossen sein. Entwickelt wurde das elektrische System mitsamt Steuerung von der Firma Elektrofahrzeuge-Stuttgart (Efas) in der Nähe von Göppingen. Dazu gehören unter anderem eine Ladeelektronik für einen Drehstromlader mit bis zu 22 Kilowatt, die Motorsteuerung und eine Zentraleinheit Elektronik. In der Fahrerkabine befindet sich ein zusätzliches Display, das den Batteriezustand und das komplette elektrische System überwacht.

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Aus dem Fahrzeug herausgerissen werden neben Motor und Getriebe natürlich der Kraftstofftank sowie die Abgasanlage, die Lichtmaschine, der Druckluftkompressor, das Kühlwassersystem nebst Wärmetauscher und der Gangschalter. Hinzugefügt werden noch eine elektrische Servolenkung und ein elektrischer Hochdruckkompressor für das Bremssystem.

Hohes Drehmoment für Stadtverkehr

Eher improvisiert wirken die Kippschalter für den Vor- und Rückwärtsgang sowie für die Heizung. Ein Notausschalter kann das elektrische System abtrennen. Die umgebauten Lkw verfügen zudem über eine elektrische Fahrerhausheizung mit vier Kilowatt, die ans normale Stromnetz angeschlossen werden kann. Das System ermöglicht Reichweiten von bis zu 200 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde.

  • Beim Umrüsten eines Dieselfahrzeugs auf Elektroantrieb muss die komplette Steuerung neu verkabelt werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Armaturenbrett finden sich später ein zusätzliches Display und einige Schalter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im entkernten Motorraum entsteht Platz für den Elektromotor und die Steuerungselektronik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Elektromotor hat eine Leistung von bis zu 90 Kilowatt und ein großes Drehmoment von 1.150 Newtonmeter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An der Seite ist Platz für die Batteriekästen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der ET 35M von Orten ist ein umgebauter Mercedes Sprinter 513 CDI. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Batterien haben eine Kapazität von bis zu 87 Kilowattstunden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Akku lässt sich mit bis zu 22 Kilowatt mit einem Typ-2-Stecker aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine zusätzliche Heizung lässt sich an das Stromnetz anschließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aus dem Mercedes-Stern wird ein blaues E. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Display überwacht den Ladezustand der Batterien. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ein ungewöhnlicher Gangschaltungshebel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Kippschalter für die Innenraumheizung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Notschalter trennt das elektrische System. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die komplette Steuerung stammt von dem baden-württembergischen Unternehmen Efas. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Anfangsprobleme des Systems scheinen überwunden zu sein. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Neben kleineren Transportern baut Orten auch 7,5-Tonner um. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Platz für die Lithium-Eisenphospat-Batterien ist reichlich vorhanden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Pin Mail AG liefert im Auftrag von TNT für die Luxusmarke Gucci Produkte in Berlin aus. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Unweit vom umstrittenen Hochmoselübergang bei Zeltingen befindet sich das Firmengelände von Orten in Bernkastel-Kues. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Aus dem Mercedes-Stern wird ein blaues E. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Elektromotoren haben eine Leistung von bis zu 90 Kilowatt und sind direkt auf die Kardanwelle montiert. Ein Drehmoment von maximal 1.150 Newtonmetern soll ausreichen, um einen 7,5-Tonner wie den TGL von MAN oder den Atego von Mercedes-Benz schnell im Stadtverkehr zu bewegen. Eine Ausnahmeverordnung ermöglicht es zudem, elektrische Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen mit dem Führerschein Klasse B zu fahren.

UPS hat schon 200 Fahrzeuge umrüsten lassen

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Wichtig für die Spediteure ist vor allem die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Mit der Efas-Technik seien bereits mehr als 140 Fahrzeuge für den Paketzusteller UPS erfolgreich umgerüstet worden, sagt Orten. Die elektrifizierten Fahrzeuge befänden sich bereits seit 2010 unter anderem in London und Paris im täglichen Einsatz und es folgten jährlich Neu-Beauftragungen von UPS. Inzwischen scheinen auch einige Anfangsschwierigkeiten des Systems beseitigt worden zu sein.

So berichtete ein UPS-Mitarbeiter aus Düsseldorf den VDI-Nachrichten davon, dass es anfänglich Störungen in der Elektronik gegeben habe, die durch Spannungsunterschiede in den einzelnen Batteriezellen verursacht worden seien. "Wenn die Unterschiede zu groß waren, hat die Steuerung irgendwann runtergeregelt und das Fahrzeug stillgelegt", sagte er dem Bericht zufolge. Doch bei der aktuellen Fahrzeuggeneration seien diese Probleme behoben. UPS kündigte Mitte November 2017 an, auch in den USA Dieselfahrzeuge mit Elektroantrieben auszustatten, allerdings auf Basis einer anderen Technik.

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 Umrüstung: Wie der Elektromotor in den Diesel-Lkw kommtFördert Bundesregierung die hohen Umbaukosten? 
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Trollversteher 14. Dez 2017

Oh, die böse Lobby will das nicht - und die Lobby hält dann wohl auch die Kunden davon...

montagen2002 14. Dez 2017

Postautos mit Elektroantrieb gab es schon in den 20-er Jahren

montagen2002 14. Dez 2017

Seit wann ist der Sprinter ein "LKW"? Weder von der Tonnage her noch von der Motor...

DaChicken 08. Dez 2017

Abgesehen von der Optik erwecken die keinen soliden Eindruck...



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