Umfrage unter Selbstständigen: Freelancer verdienen weniger und arbeiten mehr
Der durchschnittliche Stundenlohn von Freelancern in Deutschland hat im Jahr 2025 stagniert. Wie aus dem am 17. März 2026 veröffentlichten Freelancer-Kompass der Plattform Freelancermap(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, planen 62 Prozent der befragten Selbstständigen nicht, ihren Stundensatz im Jahr 2026 zu erhöhen. Als Gründe nennen die Umfrageteilnehmer ausbleibende Aufträge und den starken Wettbewerb.
Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2025 ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40 auf 42 Stunden gestiegen. Jeder Fünfte gibt zudem an, bis zu 50 Stunden pro Woche zu arbeiten. Unabhängig von einer hohen Arbeitsbelastung bleiben die Auftragsakquise, eine unsichere Einkommenssituation und längere Projektpausen die größten Herausforderungen für Solo-Selbstständige.
Bürokratische Hürden und die fehlende Planungssicherheit erschweren den Arbeitsalltag zusätzlich. Die eigene wirtschaftliche Lage wird von jedem vierten Befragten als schlecht eingeschätzt, ebenfalls jeder Vierte war an weniger als 50 Tagen mit abrechenbaren Projekten ausgelastet.
Durchschnittliches Einkommen gesunken
Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten geben 42 Prozent der befragten Freelancer an, mit ihrer Rolle zufrieden zu sein. Weitere 31 Prozent sind sehr zufrieden. Der Anteil derer, die mit ihrem Einkommen zufrieden sind, ist von 66 Prozent auf 55 Prozent gesunken. Den Angaben zufolge fiel das durchschnittliche Einkommen pro Monat zudem von 8.432 Euro auf 6.653 Euro.
Thomas Maas, CEO von Freelancermap, empfiehlt Solo-Selbstständigen, die eigenen Leistungen klar zu benennen, sich zu spezialisieren und in Weiterbildungen zu investieren. Diese können auch in einem schwierigen Umfeld stabile Aufträge sichern.
Für den Freelancer-Kompass 2026 wurden 5.412 Freelancer in vier Umfragen zwischen November 2025 und Februar 2026 befragt. Im Januar 2026 wurden erste Teilergebnisse veröffentlicht, die den Einsatz von KI durch Freelancer betrachten.
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