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Umfrage: Pakete werden trotz Homeoffice nicht zugestellt

Wer durch Homeoffice zu Hause sein muss, wundert sich, wenn der Paketbote dennoch nicht klingelt. Doch insgesamt haben die Dienste sich erheblich verbessert.
/ Achim Sawall
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Frachtflugzeug von DHL (Bild: DHL)
Frachtflugzeug von DHL Bild: DHL

Seit Ausbruch der Coronapandemie in Deutschland arbeiten viele Menschen im Homeoffice und sind grundsätzlich tagsüber zu Hause. Dennoch erlebten zwei Drittel (67 Prozent), dass ihr Paket beim Nachbarn oder im Paketshop abgegeben wurde und der Bote gar nicht erst bei ihnen klingelte. Das ergab eine repräsentavie Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom(öffnet im neuen Fenster) unter 1.055 Onlinekäufern. Fast jedem fünften Befragten (22 Prozent) passierte dies sogar häufig, fast jedem zweiten (45 Prozent) selten.

Auf den Balkon geworfen, in der Mülltonne deponiert oder ins Gemüsebeet gelegt: Ungewöhnliche Ablagemöglichkeiten haben Lieferanten bereits bei 38 Prozent der Befragten gewählt. Bei 7 Prozent ist dies schon häufiger geschehen, bei 31 Prozent selten.

"Ihre Sendung wurde bei ??? abgegeben" : Jeder fünfte Online-Shopper (21 Prozent) hatte mitunter Schwierigkeiten, die Notizen des Boten zu entziffern. Bei 3 Prozent war dies häufig der Fall, bei 18 Prozent selten.

Lösung für Haushalt im Eigenheim: Garten als Ablage für Pakete

Das größte Problem ist der Umfrage zufolge eine verspätete Lieferung. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Online-Shopper haben dies schon erlebt, davon sogar jeder zehnte (11 Prozent) häufig und 67 Prozent zumindest selten.

DHL und andere Versender wie Hermes oder DPD haben im vergangenen Jahr nach den Erfahrungen von Golem.de erhebliche Fortschritte bei der Zustellung gemacht. So können Haushalte mit einem Eigenheim im Garten eine Ablage für die Pakete auswählen. Amazon hat für diese Zustellungsart sogar einen Service mit Foto des Ablagebereiches entwickelt.

Der Zusteller kann zudem bewertet werden. Auch ist es möglich, kurzfristig bestimmte Nachbarn auswählen, die die Paketsendung entgegennehmen. Kurz vor Weihnachten wurden Sendungen trotz des hohen Aufkommens oft bereits am Folgetag zugestellt.


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