Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Pflichtfach Informatik

Ein Pflichtfach Informatik ab der 5. Klasse befürworten 69 Prozent der Bundesbürger. Deswegen müsse nicht jeder Programmierer werden, aber jeder sollte wissen, wie digitale Technologie funktioniere, erklärte der Bitkom-Chef.

Artikel veröffentlicht am ,
Lernen mit der Minecraft Education Edition
Lernen mit der Minecraft Education Edition (Bild: Microsoft)

Die Mehrheit der Bundesbürger ist dafür, Informatik in der Grundschule zu vermitteln. Das ergab eine nach den Angaben repräsentative Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, die dem Handelsblatt in Teilen vorliegt. Danach sprechen sich 69 Prozent der Befragten dafür aus, Informatik ab der 5. Klasse zum Pflichtfach an den Schulen zu machen. Dass Schulen Programmieren ebenso vermitteln sollten wie Rechnen oder Schreiben, befürworten 61 Prozent.

Stellenmarkt
  1. Systemarchitekt für Fahrwerksysteme (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, 91074 Herzogenaurach
  2. IT-Spezialist - Wirtschaftsinformatiker, Informatiker oder Ähnlich mit Schwerpunk IT-Sicherheit ... (m/w/d)
    GRENKE AG, Baden-Baden
Detailsuche

"Die große Mehrheit der Bevölkerung findet es wichtig, dass in der Schule Informatik und Coden verpflichtend auf den Stundenplan kommen, um für das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorbereitet zu werden", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg dem Handelsblatt. Nicht jeder Jugendliche könne und müsse später Programmierer werden. "Aber alle sollten wissen, wie digitale Technologien funktionieren und wie man sie produktiv einsetzt." Die neue Staatsministerin für Digitales im Bundeskanzleramt Dorothee Bär (CSU) hatte sich dafür ausgesprochen, Programmierkenntnisse schon in der Grundschule zu vermitteln.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Marlis Tepe will die Schule nicht auf die Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt beschränken. "Verbindliche Curricula dürfen aber nicht darauf reduziert werden, dass Kindern und Jugendlichen in der Schule Anwenderwissen vermittelt wird, damit sie später möglichst reibungslos in die Betriebe integriert werden können."

Die Schüler brauchten mit Blick auf den erstarkenden Rechtspopulismus in den sozialen Netzwerken eine hohe Medienkompetenz, die fächerübergreifend vermittelt werden müsse. Außerdem müsse bei den Fort- und Weiterbildungsangeboten für Lehrkräfte stark ausgebaut werden. "Der Digitalisierungspakt, den die neue Bundesregierung jetzt auflegen will, ist ein richtiger Schritt. Bei der finanziellen Ausstattung und inhaltlichen Ausgestaltung muss aber noch nachgearbeitet werden", sagte Tepe.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Milliardenprogramm von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) für die IT-Ausstattung an Schulen und Berufsschulen sah vor, dass der Bund mit dem Plan DigitalpaktD in den kommenden fünf Jahren allen rund 40.000 Schulen in Deutschland eine schnelle Internetanbindung, WLAN-Hotspots und Computer zur Verfügung stellt. Dafür wollte die Bundesregierung fünf Milliarden Euro bereitstellen. Doch im März 2017 wurde berichtet, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Wanka kein Geld für die Digitalisierung der Schulen gibt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


tezmanian 11. Apr 2018

Wir reden hier von Schule, nicht von Uni... Edit: Und wenn in Informatik beigebracht...

TheUnichi 06. Apr 2018

Jo, es war eine Gesamtschule, und ich würde behaupten es sind auch eine Menge...

ilovekuchen 21. Mär 2018

Kann hier 100Prozent zustimmen, kann man kaum besser formulieren. Informatik ist...

Mac Okieh 21. Mär 2018

Ok, dann meinen wir das Gleiche. Ich hatte dein Hotori schrieb übersehen.

amagol 20. Mär 2018

Ich sehe nicht das grosse Problem in der Ausbildung. Ein Grund- oder Mittelstufenlehrer...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

  3. VATM: Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten
    VATM
    Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten

    Die beiden großen Telekommunikationsverbände VATM und Breko sind hinsichtlich einer Spaltung der Bundesnetzagentur gespalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /