• IT-Karriere:
  • Services:

Umfrage: Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten

Hersteller und Händler tun sich offenbar noch schwer mit dem Verkauf von Elektroautos. Wer sich wirklich informieren will, landet meist in Internetforen.

Artikel veröffentlicht am ,
Autohaus in München
Autohaus in München (Bild: Michael Dalder/Reuters)

Kunden und Interessenten fühlen sich beim Kauf eines Elektroautos durch Autohersteller, Händler und Energieversorger schlecht beraten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Uscale im Auftrag des Bundesverbands E-Mobilität (BEM). Die Recherche über das Fahrzeug, die Nutzung und viele weitere Punkte zum Gebrauch des Elektroautos gerate beim Kunden "zu einer Odyssee, die nicht selten im Internet in den Social- Media-Kanälen endet", teilte der Verband am Donnerstag in Berlin mit.

Stellenmarkt
  1. NetCologne IT Services GmbH, Köln
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt

Der BEM wollte mit der Untersuchung der Frage nachgehen, wo und warum der Kunde in den Verkaufsprozessen verloren gehe. Dabei seien Elektroautofahrer und solche, die es werden wollen, systematisch nach ihren Erwartungen und Erfahrungen während der sogenannten Customer Journey befragt worden.

Webseiten auf Verbrennermodelle ausgelegt

Aus den Antworten der knapp 1.100 Befragten gehe hervor, dass Kunden der Elektromobilität bis zu vier Automodelle für ihren Kauf ins Auge fassten, wobei der ökologische Gedanke, der Fahrspaß und der Komfort die wichtigsten Kaufmotive darstellten. Demnach fanden 41 Prozent der Befragten auf den Webseiten der Hersteller und Händler keine ausreichenden Argumente und 21 Prozent nur teilweise ausreichende Argumente für den Kauf der recherchierten Marke.

Vielmehr hätten die Kunden den Eindruck gewonnen, dass die Online-Angebote auf Verbrennermodelle ausgelegt seien und offene Fragen nicht beantwortet würden. Auch beim Besuch im Autohaus gingen viele Kunden verloren: Nur vier von zehn Befragten seien nach dem Besuch überzeugt gewesen und hätten ein Auto der gewählten Marke gekauft. Befragte spürten demnach "keinen Willen" oder schlicht "Unkenntnis" beim Verkäufer und fühlten sich in der Verantwortung, sich selbst zu informieren.

Kaufbarrieren abbauen

"Die Untersuchung hat gezeigt, dass lange und ausführliche Probefahrten und die gründliche Ladebetreuung kaufentscheidend sind", sagte Susanne Weiß, Co-Leiterin der BEM-Arbeitsgruppe "Autohaus mit Zukunft?" und Vorsitzende der BEM-Landesgruppe Hessen. Daher sei "ein Perspektivwechsel notwendig, um Kunden für die neuen E-Autos zu begeistern und Verunsicherung zu nehmen". Der Automobilhandel müsse "intensiv an den Kaufbarrieren arbeiten und sich anstelle von Technologie und PS um emotionale Fragen und Wissenstransfer bemühen".

Für die Studie hat Uscale im Juni und Juli 2019 mehr als 1.100 Fahrer und Käufer von Elektroautos befragt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 42,49€
  2. (-30%) 41,99€
  3. 19€

Terence01 15. Sep 2019

Klar, ein Autohaus will ja auch an Wartung und Reparatur verdienen. Und das fällt bei E...

Arthur.Dent 13. Sep 2019

Hold Dir mal die aktuelle VCD Umweltliste. Da ist das für alle Plug-In Hybriden...

ChrisE 13. Sep 2019

Meine Erfahrung ist, dass die Verkäufer im Autohaus Kaufleute sind, keine Techniker...

bplhkp 12. Sep 2019

Das ist auch schon ein paar Jahre her, dass obenliegende Nockenwellen und VVT beworben...

bplhkp 12. Sep 2019

Ein Hersteller sollte diese Informationen für die Verkäufer seiner Fahrzeuge zur...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer)

Das Makerphone ist ein Handy zum Zusammenbauen. Kinder wie auch Erwachsene können so die Funktionsweise eines Mobiltelefons nachvollziehen.

Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer) Video aufrufen
Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  2. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  3. Coronapandemie Quarantäne-App soll Gesundheitsämter entlasten

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

    •  /