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Umfrage: KI beeinflusst deutschen Start-up-Arbeitsmarkt

Eine Bitkom-Befragung zeigt: Künstliche Intelligenz verändert den Personalbedarf deutscher Start-ups.
/ Andreas Donath
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KI kann die Produktivität fördern, aber auch ermatten. (Bild: pexels-canvas)
KI kann die Produktivität fördern, aber auch ermatten. Bild: pexels-canvas

Einer aktuellen Bitkom-Befragung(öffnet im neuen Fenster) zum Start-up-Arbeitsmarkt zufolge werden Menschen durch KI zum Teil nicht ersetzt, sondern gar nicht erst eingestellt.

Rund ein Viertel der befragten Tech-Start-ups (27 Prozent) verzichtete laut den Aussagen der Gründer und Geschäftsführer in den vergangenen zwölf Monaten auf Neueinstellungen. Ein kleinerer Teil, etwa sieben Prozent, ging über diesen Schritt hinaus und baute Stellen ab.

Die Erhebung zeigte aber auch eine gegenteilige Tendenz. Jedes sechste Start-up (16 Prozent) stellte wegen KI zusätzlich Personal ein. Die Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) gab an, dass KI bisher keine Auswirkungen auf den Personalbedarf gehabt habe.

"KI macht viele Bürotätigkeiten und insbesondere auch die Softwareentwicklung effizienter", sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst zur Umfrage. Es bleibt jedoch offen, ob diese Effizienzgewinne tatsächlich zu weniger Personal führen. 6 von 10 Unternehmen (62 Prozent) erwarten im laufenden Jahr steigende Beschäftigtenzahlen.

Die untersuchten Start-ups beschäftigen im Schnitt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 13, im Jahr 2024 bei 15.

Befragt wurden 102 deutsche Tech-Start-ups. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt laut Bitkom aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild.

Jobkiller oder Jobmotor?

Die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt sind nach Auffassung der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur noch nicht im Detail abschätzbar. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens, riet jedoch bereits von zu düsteren Prognosen ab.

Zwar könne es durchaus sein, dass zum Beispiel in der IT-Branche demnächst typische Einsteigeraufgaben von der KI erledigt würden, sagte Behrens der dpa im Juni 2026. Dabei könnten auch Arbeitsplätze wegfallen. "Aber es werden auch andere Jobs entstehen, die vielleicht KI nicht in dem Maße nutzen werden."


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