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Umfrage: Immer mehr Geldautomaten werden abgebaut

Fast jeder Dritte hat Probleme, an Bargeld zu kommen. Doch der Bundesverband Deutscher Banken baut weiter Geldautomaten ab.
/ Achim Sawall
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Die Zahl der Automaten sinkt. (Bild: Arbeitsgemeinschaft Geldautomaten)
Die Zahl der Automaten sinkt. Bild: Arbeitsgemeinschaft Geldautomaten

Drei von vier Menschen in Deutschland bezahlen weiterhin gern mit Bargeld – doch fast jeder Dritte hat Probleme, an Bargeld zu kommen. Das ergab eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands(öffnet im neuen Fenster), über die die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung berichtet(öffnet im neuen Fenster). Ein wichtiger Grund dürfte die sinkende Zahl an Geldautomaten sein.

Während die Zahl der genutzten Girokarten bundesweit von 150 Millionen im Jahr 2016 auf 162 Millionen im Jahr 2020 gestiegen ist, ist die der Automaten im gleichen Zeitraum von 58.909 auf 56.868 gesunken. Dies geht aus Zahlen des Bundesverbandes Deutscher Banken hervor.

Ein Grund ist die Ausdünnung des Filialnetzes der Banken und Sparkassen. Juliane Weiß, Sprecherin des Banken-Bundesverbands, verweist auf die Möglichkeit, sich im Super- oder Drogeriemarkt über das Cashback-Verfahren bei Kartenzahlung Geld auszahlen zu lassen.

März 2021: Coronakrise führt zu Abbau der Automaten

Die Nutzung von Geldautomaten ist deutlich zurückgegangen. "Durch die Coronakrise ist die Nachfrage nach Bargeld an unseren Automaten um 75 Prozent eingebrochen", sagte Kersten Trojanus, Geschäftsführer des Geldautomatenbetreibers IC Cash und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Geldautomaten, im März 2021. Die Arbeitsgemeinschaft Geldautomaten ist ein Zusammenschluss von Betreibern, dem auch Anbieter wie Euronet und Cashpoint angehören.

Sie kommen zusammen auf 5.000 Geräte, das entspricht rund zehn Prozent aller Geldautomaten in Deutschland. Ein größerer Teil davon wird kaum noch gebraucht. "Rund 1.000 Geräte der Arbeitsgemeinschaft wurden mangels Nachfrage vorübergehend außer Betrieb genommen, 200 bis 300 komplett abgebaut", sagte Trojanus.


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