Umfrage: Digitale Gesundheitsdienste ja, nutzen nein

Menschen in Deutschland finden die Einführung von digitalen Gesundheitsdiensten zwar gut, nutzen wollen sie allerdings nur wenige, das zeigt eine Umfrage. Beim Datenschutz sind sich die Befragten jedoch einig.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Gesundheitsdienste: analog oder digital?
Gesundheitsdienste: analog oder digital? (Bild: Annca/Pixabay)

Viele Menschen in Deutschland stehen digitalen Gesundheitsdiensten offen gegenüber. Vor allem junge Leute begrüßen Angebote wie elektronische Rezepte und Krankschreibungen, das zeigt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC. Die Skepsis gegenüber der konkreten Nutzung im Alltag und die Angst vor Datenmissbrauch sind aber groß. Ältere Bürger ab 55 Jahren können sich mit elektronischen Diensten, die die Bundesregierung ausbauen will, weniger anfreunden.

Stellenmarkt
  1. Technical Support Engineer 2nd Level (m/w/d)
    Matrix42 AG, Frankfurt am Main
  2. Integration Solution Engineer (w/m/d)
    Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
Detailsuche

Konkret finden in der Umfrage, an der 1.000 Menschen teilgenommen haben, rund drei Viertel digitalisierte Verwaltungsprozesse "sehr gut" oder "gut". Das Gleiche gilt für Gesundheits-Apps auf Kosten der Krankenkasse. Diese können Patienten bei der Einnahme von Arzneien unterstützen oder Blutzuckerwerte für Diabetiker dokumentieren. 60 Prozent begrüßen prinzipiell die Stärkung von Telemedizin, heißt es in der repräsentativen Umfrage. Ebenso groß ist die Zustimmung für die Idee, eine zentrale Gesundheitsdatenbank zu schaffen, auf die Forscher etwa zur Analyse von Therapien zugreifen könnten.

Keine Datenweitergabe ohne Zustimmung

Auf die Frage, ob sie die Dienste im Alltag nutzen würden, fällt die Zustimmung der Befragten aber nicht mehr so eindeutig aus. Eine Mehrheit gibt es noch für elektronisch übermittelte Krankschreibungen - 56 Prozent befürworten diese klar, 31 Prozent würden "vielleicht" umsteigen.

Bei elektronischen Rezepten aufs Smartphone sagen 41 Prozent, sie könnten sich vorstellen, diese "auf jeden Fall" zu nutzen, 35 Prozent antworten mit "vielleicht". Während sich bei den 18- bis 34-Jährigen eine knappe Mehrheit für digitale statt Papier-Rezepte ausspricht, halten sich über 55-Jährige zurück (33 Prozent). Noch skeptischer sind Patienten bei Videosprechstunden: Nur 16 Prozent befürworten sie klar, 38 Prozent sind unentschieden. Auch hier ist bei den Älteren die Ablehnung groß. Und 46 Prozent aller Befragten können sich "nicht" oder "eher nicht" vorstellen, Telemedizin zu nutzen.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  2. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  3. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Groß sind zudem die Sorgen um Datenschutz. 93 Prozent der Befragten finden, persönliche Daten sollten nicht ohne Zustimmung weitergegeben werden. 77 Prozent fürchten, dass ihre Daten an kommerzielle Anbieter gehen könnten. "Der Schutz von Patientendaten muss daher beim Ausbau der Telematik-Infrastruktur im deutschen Gesundheitswesen an oberster Stellen stehen", sagt PwC-Gesundheitsexperte Michael Burkhart.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sharra 09. Mär 2020

Die Privaten Kassen können dich sehr wohl ablehnen. Und in den USA ist es sogar tägliche...

sedremier 09. Mär 2020

Es geht ja nicht darum, ob die Daten 'geklaut' werden könnten. Das werden sie auf jeden...

XYoukaiX 09. Mär 2020

Denke auch das es ziemlich schwachsinnig ist ... da kann man sich auch einfach ein...

XYoukaiX 09. Mär 2020

Aktuell gibts ein Angebot von au-schein.de da kosten die Krankschreibungen aktuell 0...

norodondt 09. Mär 2020

... schnellen Empfang ja, Funkmasten nein. Ökostrom ja , Stromtrassen nein.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Pakete: DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern
    Pakete
    DHL-Preiserhöhung könnte Amazon Prime verteuern

    DHL Paket erhöht die Preise für Geschäftskunden. Das könnte Auswirkungen auf den Preis von Amazon Prime haben.

  3. Security: Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple
    Security
    Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple

    Das Bug-Bounty-Programm von Apple ist vielfach kritisiert worden. Ein Forscher veröffentlicht seine Lücken deshalb nun ohne Patch.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G7 31,5" WQHD 240Hz 499€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • Dualsense-Ladestation 35,99€ • iPhone 13 erschienen ab 799€ • Sega Discovery Sale bei GP (u. a. Yakuza 0 4,50€) [Werbung]
    •  /