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Neun Unternehmen attackiert: Teenager für Cyberangriffe mit Datenklau verhaftet

Die spanische Polizei hat einen 19-Jährigen festgenommen. Er soll mehrere Firmen gehackt und 64 Millionen Datensätze abgegriffen und verkauft haben.
/ Marc Stöckel
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In Spanien und der Ukraine wurden mutmaßliche Cyberkriminelle verhaftet. (Bild: pixabay.com / fsHH)
In Spanien und der Ukraine wurden mutmaßliche Cyberkriminelle verhaftet. Bild: pixabay.com / fsHH

In der spanischen Stadt Igualada nordwestlich von Barcelona ist ein 19-Jähriger verhaftet worden, weil er Cyberangriffe gegen mehrere Unternehmen ausgeführt und dabei Millionen von Datensätzen mit personenbezogenen Daten erbeutet haben soll. Laut Pressemitteilung der spanischen Polizei(öffnet im neuen Fenster) verkaufte der mutmaßliche Täter die abgegriffenen Daten anschließend über das Internet. Jetzt droht ihm eine Haftstrafe.

Die Ermittlungen gegen den Teenager wurden den Angaben zufolge schon im Juni 2025 aufgenommen, nachdem er in IT-Systeme von neun verschiedenen Unternehmen eingedrungen war. Ihm wird dementsprechend vorgeworfen, an mehreren Straftaten im Bereich der Cyberkriminalität beteiligt gewesen zu sein.

Bei den Angriffen soll er rund 64 Millionen Datensätze erbeutet haben, darunter Ausweisnummern, Vor- und Nachnamen, Postadressen, Rufnummern, E-Mail-Adressen und sogar Ibans. Für den Verkauf seiner Beute registrierte sich der 19-Jährige den Angaben zufolge sechs Accounts in mehreren Hackerforen. Dort soll er für den Datenhandel unter fünf verschiedenen Pseudonymen aufgetreten sein.

Weitere Festnahme in der Ukraine

Einsatzkräfte der spanischen Polizei haben laut Mitteilung seine Wohnung durchsucht und seine Computerausrüstung beschlagnahmt. Dabei gelangten die Polizisten auch an Kryptowallets. Die Strafverfolger vermuten, dass der 19-Jährige darauf die Gewinne aus dem Verkauf der erbeuteten Daten in Form von Kryptowährungen aufbewahrt hat.

Nahezu zeitgleich zu der Meldung aus Spanien verkündete auch die ukrainische Cyberpolizei(öffnet im neuen Fenster) die Verhaftung eines 22-Jährigen, der mit einer eigens entwickelten Schadsoftware Tausende von Social-Media-Konten und andere Online-Accounts gekapert haben soll – vorwiegend von Nutzern aus den USA und Europa.

Der Mann soll die kompromittierten Konten ebenfalls in Hackerforen zum Verkauf angeboten haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, eine Botfarm mit mehr als 5.000 Social-Media-Konten gesteuert zu haben, um gegen Bezahlung die Follower-Zahlen anderer Nutzer zu steigern.


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