Abo
  • Services:

UMCI: Project Zero veröffentlicht Windows-10-Sicherheitslücke

Wieder einmal haben sich Google und Microsoft über die Veröffentlichung einer Sicherheitslücke gestritten. Der Fehler in .Net ermöglicht es einem Angreifer, trotz enger Beschränkungen Code unter Windows 10 S oder auf UMCI-Systemen auszuführen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Problem in der .Net-Implementierung ermöglicht Codeausführung.
Ein Problem in der .Net-Implementierung ermöglicht Codeausführung. (Bild: Microsoft/Bearbeitung: Golem.de)

Der bei Google arbeitende Sicherheitsforscher James Forshaw hat Details zu einer Sicherheitslücke in Windows 10 S und Windows-Geräten mit User Mode Code Integrity (UMCI) veröffentlicht. Der Bug findet sich in Microsofts .Net-Implementierung und kann nicht aus der Ferne ausgenutzt werden. Microsoft hatte mehrfach darum gebeten, die Veröffentlichung der Details zu verschieben.

Stellenmarkt
  1. Wirecard Communication Services GmbH, Leipzig
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach

Google lehnte dies jedoch ab und beharrte auf der eigenen 90-Tage-Frist. Forshaw argumentiert, dass mehrere weitere ähnliche Fehler existieren, die ebenfalls ungepatcht sind, sich aber noch leichter ausnutzen lassen. Der Fehler liegt im .Net-Framework und kann von einem Angreifer ausgenutzt werden, um die Prüfung zur Instanziierung von Com-Objekten zu umgehen. Unter Windows 10 S und auf Rechnern mit aktivierter UMCI gibt es normalerweise enge Beschränkungen für diesen Prozess. Je nach Konfiguration können auf entsprechenden Rechnern nur 8 bis 50 vordefinierte Com-Objekte instanziiert werden.

Ein Angreifer könnte also durch die Umgehung Code ausführen, obwohl er dazu eigentlich nicht berechtigt ist. Windows prüft eigentlich anhand der Class IDentifier (CLSID), ob das Objekt ausgeführt werden darf. Forshaw gelang es allerdings, Registry-Schlüssel zu erzeugen, die ein beliebiges Com-Objekt laden und mit einer der erlaubten CLSIDs versehen. Damit lässt sich die Sicherheitspolicy dann umgehen. Eine CVE-Nummer für die Lücke ist noch nicht bekannt.

Nicht die erste Auseinandersetzung

Forshaw hat einen Proof of Concept veröffentlicht. Er stuft die Sicherheitslücke nicht als kritisch ein, sondern weist ihr eine mittlere Priorität zu - auch, weil es ähnliche ungepatchte Sicherheitslücken gibt. Microsoft will den Fehler im kommenden verzögerten Windows 10 Release mit dem Codenamen Redstone 4 (Spring Creators Update) beheben - natürlich auch bei den älteren unterstützten Versionen. Google und Microsoft hatten sich in der Vergangenheit schon häufiger über die Veröffentlichung von Sicherheitsproblemen gestritten. Kritiker werfen Google vor, Project Zero zu missbrauchen, um Konkurrenten einen Wettbewerbsnachteil zu verschaffen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 31,99€
  2. (-67%) 19,80€
  3. (-67%) 16,49€

Anonymer Nutzer 24. Apr 2018

Wieviel Quellcode vom net framework hast du denn schon gesehen, um so eine Aussage zu...

g0r3 23. Apr 2018

Project Zero findet haufenweise Lücken in Google-Produkten. Und 90 Tage sind ein...

Evron 23. Apr 2018

Warte mal... Man braucht doch Adminrechte um die CLSID in die Registry hinzufügen zu...


Folgen Sie uns
       


HP Elitebook 735 G5 - Test

Wir schauen uns das HP Elitebook 735 G5 an, eines der besten Business-Notebooks mit AMDs Ryzen Mobile.

HP Elitebook 735 G5 - Test Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /