Umbau: Realme baut Stellen ab und rückt näher an Oppo
Realme steht vor einem umfassenden Stellenabbau, der mehrere Abteilungen des Smartphone-Herstellers betreffen soll. Laut eines Berichts auf der Internetseite 91 Mobiles(öffnet im neuen Fenster) werden vor allem Marketing- und Servicebereiche verkleinert, unter anderem in wichtigen Märkten wie Indien.
Der Stellenabbau gilt als Teil eines Effizienzprogramms, mit dem Doppelstrukturen reduziert und Kosten gesenkt werden sollen. In diesem Zusammenhang will das Unternehmen auch Entwicklungsressourcen bündeln und Abläufe im Konzernumfeld vereinfachen.
Die Maßnahmen soll Sky Li überwachen, der Realme-Gründer. Er wird wohl weiterhin als CEO an der Spitze des Unternehmens bleiben. Wie groß der Personalabbau insgesamt ausfallen wird, ist bislang unklar.
Umbau im früheren BBK-Umfeld
Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der früheren Struktur rund um BBK Electronics. Unter deren Dach waren über Jahre mehrere Hersteller wie Oppo, Vivo, Oneplus und Realme organisiert.
Im Jahr 2023 wurde der Konzern aufgelöst, die einzelnen Marken galten seitdem als eigenständige Unternehmen. Weiterhin gemeinsam genutzt wurden die Entwicklungs- und Fertigungsstrukturen. Nun werden sie offenbar erneut enger aufeinander abgestimmt.
Vor dem Hintergrund gab es bereits Anfang Januar 2026 erste Spekulationen(öffnet im neuen Fenster) , dass sich Realme künftig stärker an Oppo orientieren und die Rolle einer Untermarke übernehmen könnte. Die aktuellen Einschnitte gelten als weiterer Schritt in diese Richtung.
Gerüchte um weitere Marken
Von den Veränderungen ist offenbar nicht nur Realme betroffen. Auch rund um Oneplus gab es zuletzt Spekulationen über weitreichende Schritte, sogar Gerüchte über eine mögliche Schließung der Marke.
Eine erste Reaktion kam aus Indien, einem der wichtigsten Märkte für Oneplus. In einem Beitrag auf X(öffnet im neuen Fenster) wies der CEO Robin Liu die Behauptungen als "Fehlinformationen" zurück und erklärte, dass das Unternehmen nicht geschlossen werde.
In anderen Regionen fielen die Rückmeldungen laut Heise(öffnet im neuen Fenster) vorsichtiger aus. Aus der Nordamerika-Sparte ist zu hören, dass der Betrieb fortgesetzt werde; Kundendienst, Software-Updates sowie Nutzerrechte blieben gewährleistet.
Eine ähnlich formulierte Stellungnahme kam auch aus Europa. Realme selbst hat sich zu den Berichten bislang nicht geäußert.
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