Umbau: Microsoft verkauft zwei Geschäftsbereiche

Microsoft gibt den größten Teil seines Geschäfts mit Onlinewerbung an AOL ab. Das Internetunternehmen führt für Microsoft in neun Ländern den Verkauf von Bannern, Video- und mobilen Anzeigen, erklärten(öffnet im neuen Fenster) die Partner, darunter in den USA, Großbritannien und Deutschland. Microsofts Suchmaschine Bing wird für zehn Jahre bei AOL laufen.
1.200 Anzeigenverkäufer und Programmierer sollen laut Informationen des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) ein Übernahmeangebot von AOL bekommen. Das Anzeigengeschäft in Bing bleibt bei Microsoft.
Der Telekommunikationskonzern Verizon Communications erklärte im Mai 2015 die Übernahme von AOL für 4,4 Milliarden US-Dollar. Verizon wollte im Bereich mobiles Video und Anzeigen wachsen. Verizon plane, in diesem Sommer auf dem US-Kontinent eine Videoplattform zu starten, die kostenlose und kostenpflichtige Inhalte biete, sagte Verizon-Finanzchef Fran Shammo.
Uber kauft Microsoft-Rechenzentrum
Laut bestätigten Berichten von Recode(öffnet im neuen Fenster) und dem Wall Street Journal kauft Uber Microsofts Technologie für digitale Karten, ein Rechenzentrum bei Boulder im US-Bundesstaat Colorado, Kameras und Patente. Eine eigene Erfassung von Kartendaten wird Microsoft nicht mehr betreiben, die Daten für Bing Maps sollen von Partnern eingekauft werden. Rund 100 Beschäftigte sollen laut den Berichten zu Uber wechseln.
Microsoft bezieht bereits viele Geodaten von Nokia. "Im vergangenen Jahr haben wir viele Maßnahmen ergriffen, um uns auf unser Kerngeschäft Strategie zu konzentrieren" , sagte ein Microsoft-Sprecher in einer Erklärung an Recode. Zu den finanziellen Konditionen der Übernahmen wurden keine Angaben gemacht.