Umashankar Thyagarajan: Apple hat Intels 5G-Chefingenieur abgeworben

Einer der führenden Ingenieure bei Intel für 5G-Modems arbeitet seit einigen Wochen für Apple: Der Abgang von Umashankar Thyagarajan soll für das Ende des XMM 8160 für ein künftiges iPhones verantwortlich gewesen sein.

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Mockup eines XMM 8160
Mockup eines XMM 8160 (Bild: Intel)

Nachdem Apple sich mit Qualcomm geeinigt und Intel seine 5G-Smartphone-Modem-Entwicklung eingestellt hat, zeigen sich weitere Auswirkungen: Mit Umashankar Thyagarajan ist eine wichtige Führungsperson von Intels bisherigen 5G-Baseband-Arbeiten zu Apple gewechselt, wie der britische Telegraph berichtet. Laut eigenen Angaben war Thyagarajan zuvor Senior Director, Project Engineer 5G und Chief Architect Mobile Platforms bei Intel und ist nun für Chip Architecture bei Apple verantwortlich.

Einer internen E-Mail zufolge, die dem Telegraph vorliegt, bestätigten zwei Intel-Mitarbeiter, dass Thyagarajan maßgeblich am XMM 8160 beteiligt gewesen sei, dem 5G-Modem von Intel, das für ein kommendes iPhone gedacht war. Sein Wechsel im Februar 2019 zu Apple sei ein herber Rückschlag für Intel gewesen und habe den Hersteller gezwungen, intern umzustrukturieren. Eine Folge davon ist, dass Intel keine 5G-Modems für Smartphones mehr entwickeln wird; die im Herbst 2019 erscheinende iPhone-Generation soll daher noch ein langsameres LTE-Baseband von Intel beinhalten.

Apple hatte 2017 gegen Qualcomm geklagt, den bisherigen Exklusivlieferanten des LTE-Modems der iPhones. Hintergrund waren Abschläge auf Lizenzzahlungen, die Qualcomm bewusst zurückgehalten haben soll. In diesem Kontext existiert zudem eine Klage der US-Handelskommission FTC (Federal Communications Commission), weil Qualcomm eine Exklusivvereinbarung mit Apple in den Jahren 2011 bis 2016 erzwungen haben soll.

Seit dem iPhone 4S bis einschließlich dem iPhone 6S wurden ausschließlich Qualcomm-Modems verwendet, im iPhone 7 und im iPhone 8 sowie im iPhone X hingegen stecken auch Intel-Basebands. Die Qualcomm-Varianten musste Apple drosseln, weil sie schneller sind als die von Intel - was ebenfalls eine Klage nach sich zog. Im iPhone XS und iPhone XR sind nur noch LTE-Modems von Intel verbaut.

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