• IT-Karriere:
  • Services:

Um Prüfungsbetrug zu vermeiden: Der Irak schaltet das Internet ab

Schüler, die sich mit Messenger-Diensten über Prüfungsfragen austauschen oder bei der Wikipedia spicken gehen? Nicht im Irak. Denn wenn das Internet bei der Prüfung stört, wird es einfach abgeschaltet.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein junger Mann im Irak nutzt das Internet. Während der Prüfungen geht das leider nicht - landesweit.
Ein junger Mann im Irak nutzt das Internet. Während der Prüfungen geht das leider nicht - landesweit. (Bild: Ahmad Al-Rubaye/Getty Images)

Im Irak hat die Regierung offenbar veranlasst, dass das Internet für mehrere Stunden abgeschaltet wurde - an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Am 14., 15. und 16. Mai 2016 war das Netz jeweils für drei Stunden nicht erreichbar, wie Dynresearch mitteilt. Das Unternehmen berichtet regelmäßig über große Ausfälle und Störungen.

Stellenmarkt
  1. VIVAVIS AG, Koblenz
  2. Webasto Group, Stockdorf bei München

Der Blog SMEX (Social Media Exchange) berichtete ebenfalls über den Vorfall, dort wurde auch eine per E-Mail verschickte Information an Internet Service Provider (ISP) veröffentlicht.

ISP wurden vorgewarnt

Darin heißt es, dass das Ministerium für Kommunikation und ITPC-Transaktionen am 15. Mai zwischen 5 und 8 Uhr örtlicher Zeit das Internet in allen Regionen des Iraks abschalten werde. Alle internationalen Internet-Gateways an den Grenzen des Landes würden abgeschaltet, davon seien ISP im Festnetz, Mobilfunkbetreiber und VSAT-Betreiber im gesamten Land betroffen.

Die Abschaltung des Internets fällt nach Angaben des Bloggers Muhannad Hameed genau in den Zeitraum der staatlichen Zulassungsprüfungen für die Sekundarstufe und die Universitäten. Rund 600.000 Schüler nahmen an den Prüfungen teil. Einen ähnlichen Ausfall des Internets soll es bereits im Jahr 2015 gegeben haben, damals war ebenfalls über einen Zusammenhang mit den Prüfungen spekuliert worden.

Erziehungsministerium bestätigt die Abschaltung

Eine Sprecherin des irakischen Erziehungsministeriums hat die Abschaltung des Internets dem Fernsehsender NBC bestätig: "Wir haben das Kommunikationsministerium angewiesen, die Internetdienste abzuschalten, weil wir wissen, dass einige Schüler faul sind und das Internet benutzen, um die richtigen Antworten herauszufinden", sagte sie.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,49€
  2. 3,95€
  3. 19,99€ bei Steam (bis 24. September)

neocron 20. Mai 2016

Richtig. Das nennt man Demokratie ... wie soll das bitte sonst gehen? Verstehen Leute...

lyrias 18. Mai 2016

Ob nun 0 - 1 od. False - True ist mit heutigen Prozessoren relativ. Wobei jede noch so...

masel99 18. Mai 2016

Nicht wirklich, es gibt nicht die 13 root dns server eher 13 root dns server "Gruppen...

DieSchlange 18. Mai 2016

Aus dem eigenen Landen. Hier Betrügen ja nicht mal die Politiker.

qupfer 18. Mai 2016

Mh, laut Artikel wurden ja nur die "internationalen" Gateways abgeschaltet. Damit ist die...


Folgen Sie uns
       


IT-Freelancer: Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
IT-Freelancer
Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt

Die Nachfrage nach IT-Freelancern ist groß - die Konkurrenz aber auch. Der nächste Auftrag kommt meist aus dem eigenen Netzwerk oder von Vermittlern. Doch wie findet man den passenden Mix?
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

Prozessor: Wie arm ARM mit Nvidia dran ist
Prozessor
Wie arm ARM mit Nvidia dran ist

Von positiv bis hin zum Desaster reichen die Stimmen zum Deal: Was der Kauf von ARM durch Nvidia bedeuten könnte.
Eine Analyse von Marc Sauter

  1. Prozessoren Nvidia kauft ARM für 40 Milliarden US-Dollar
  2. Chipdesigner Nvidia bietet mehr als 40 Milliarden Dollar für ARM
  3. Softbank-Tochter Nvidia hat Interesse an ARM

Burnout im IT-Job: Mit den Haien schwimmen
Burnout im IT-Job
Mit den Haien schwimmen

Unter Druck bricht ein Webentwickler zusammen - zerrieben von zu eng getakteten Projekten. Obwohl die IT-Branche psychische Belastungen als Problem erkannt hat, lässt sie Beschäftigte oft allein.
Eine Reportage von Miriam Binner


      •  /