Ultrastar Hs14: Die erste 14-Terabyte-Festplatte ist da

Western Digital hat eine Festplatte im 3,5-Zoll-Format mit einer Speicherkapazität von 14 Terabyte vorgestellt. Die HGST Ultrastar Hs14(öffnet im neuen Fenster) wird derzeit an ausgewählte Partner ausgeliefert – etwas später als geplant. Ursprünglich war die HDD für Sommer statt Herbst 2017 angekündigt. Technisch unterscheidet sie sich von den bisherigen Festplatten mit 12 Terabyte.

Die Ultrastar He12 ist zwar ebenfalls heliumgefüllt und weist acht Platter auf, sie nutzt aber herkömmliche PMR-Technik (Perpendicular Magnetic Recording) und einen 256 MByte großen Cache. Helium statt Luft verringert die Reibung, weshalb dünnere und mehr Platter in ein Gehäuse passen. Um bei gleicher Anzahl an Scheiben die Kapazität zu steigern, setzt HGST auf überlappende Spuren (SMR, Shingled Magnetic Recording) für eine höhere Datendichte. Dadurch verringert sich jedoch die Schreibgeschwindigkeit, weshalb der Cache auf 512 MByte wächst, um den SMR-Nachteil etwas auszugleichen.
Langsamer – aber sparsamer
Laut Datenblatt ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) schafft die neue Ultrastar Hs14 eine kontinuierliche Datentransferrate von 233 MByte pro Sekunde – die Ultrastar He12 ist mit 255 MByte in der Sekunde ein bisschen schneller. Da die Ultrastar Hs14 aber vor allem für Archivsysteme eingesetzt werden dürfte, fällt diese Differenz kaum ins Gewicht. Relevanter ist die geringere Leistungsaufnahme von 6,4 Watt (aktiv) und 5,2 Watt (Leerlauf) anstatt 7,2 und 5,3 Watt. Diese Werte gelten jeweils für das Sata-Modell, die SAS-Varianten benötigen mehr Energie.
In den kommenden Monaten möchten Seagate und Toshiba ebenfalls 14-Terabyte-Festplatten anbieten. Für die Zukunft scheinen Platter aus Glas und HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording) eine erfolgversprechende Technikkombination für HDDs mit 20 Terabyte und mehr.