Abo
  • Services:
Anzeige
Membran aus Graphen: extrem breiter Frequenzgang
Membran aus Graphen: extrem breiter Frequenzgang (Bild: UC Berkeley)

Ultraschall: Mikrofone hören Fledermaustöne

Membran aus Graphen: extrem breiter Frequenzgang
Membran aus Graphen: extrem breiter Frequenzgang (Bild: UC Berkeley)

Eine besondere Membran macht Mikrofone so empfindlich, dass sie die Töne von Fledermäusen aufnehmen können. Zusammen mit einem Speziallautsprecher lassen sich mit dem System auch Daten übertragen.

Anzeige

Was sagen Fledermäuse? Was Delphine? Wir wissen es nicht. Schon allein, weil sie auf Frequenzen kommunizieren, die außerhalb des menschlichen Hörbereichs liegen. Ein neuartiges Mikrofon soll die Töne auffangen, Lautsprecher machen sie hörbar.

"Meeressäuger und Fledermäuse nutzen hochfrequente Töne zur Echoortung und für die Kommunikation, aber die Menschen haben das meiner Ansicht nach bisher noch nicht voll ausgeschöpft, weil die Technik noch fehlt", sagt Alex Zettl von der Universität von Kalifornien in Berkeley. "Bis heute haben wir keine Breitband-Ultraschallsender und -empfänger."

Mikrofone und Lautsprecher mit Membranen aus Graphen

Sein Team hat jetzt genau solche Geräte vorgestellt: Mikrofone und Lautsprecher, die Membranen aus Graphen haben. Graphen ist ein einlagiger Kohlenstoff, der leicht, aber dabei sehr fest ist. Zettls Kollege Qin Zhou hat vor zwei Jahren den ersten Lautsprecher mit einer Graphen-Membran gebaut. Seither hat er die Elektronik für das Mikrofon entwickelt.

Weil die Graphen-Membran sehr leicht sei, habe sie einen extrem breiten Frequenzgang, sagt Zhou. Mikrofon und Lautsprecher arbeiten im Bereich von unter 20 Hertz bis 500 Kilohertz. Zum Vergleich: Das menschliche Gehör reicht von 20 Hertz bis 20 Kilohertz, eine Fledermaus hört im Bereich von 9 bis 200 Kilohertz.

Daten werden per Ultraschall übertragen

Das System lässt sich nach Angaben der Forscher auch zur Datenübertragung nutzen. Ein Vorteil sei der große Frequenzbereich: Die Daten könnten auf verschiedenen Kanälen gleichzeitig übertragen werden.

Zusammen mit seiner Frau hat Zhou das Ultraschall-Mikrofon ausprobiert und in einem Park die Geräusche von Fledermäusen aufgenommen. Die Geräusche ließen sich dann abspielen - mit einem Achtel der normalen Geschwindigkeit, damit sie für das menschliche Gehör wahrnehmbar waren. Das Mikrofon sei auch leicht genug, um es einer Fledermaus aufzusetzen und aufzunehmen, was sie wahrnehme, sagt Zhou.

Geräte können in Serie produziert werden

Die Geräte seien relativ einfach herzustellen. "Es wird viel über den Einsatz von Graphen in Elektronik und in Nanogeräten gesprochen, aber ihre Umsetzung ist noch weit weg", sagt Zettl. "Mikrofon und Lautsprecher sind ganz nah an der Wirtschaftlichkeit, weil wir herausgefunden haben, wie man das Graphen macht und verbaut - und es einfach zu skalieren ist."

Die Forscher stellen ihre Arbeit in der Fachzeitschrift Proceedings Of The National Academy of Sciences vor.


eye home zur Startseite
nobs 09. Jul 2015

@golem Man sollte vielleicht deutlicher heraus stellen, dass das besondere Neue hier die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH, Sinzheim
  2. Deloitte, Berlin
  3. Videmo Intelligente Videoanalyse GmbH & Co. KG, Karlsruhe
  4. PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-85%) 1,49€
  2. (-15%) 16,99€
  3. 26,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Kabelnetz

    Vodafone setzt bereits Docsis 3.1 beim Endkunden ein

  2. Neuer Standort

    Amazon sucht das zweite Hauptquartier

  3. Matt Booty

    Mr. Minecraft wird neuer Spiele-Chef bei Microsoft

  4. Gerichtsurteil

    Internet- und Fernsehkunden müssen bei Umzug weiterzahlen

  5. Sicherheitsupdate

    Microsoft-Compiler baut Schutz gegen Spectre

  6. Facebook Messenger

    Bug lässt iPhone-Nutzer nur wenige Wörter tippen

  7. Multi-Shot-Kamera

    Hasselblad macht 400-Megapixel-Fotos mit 2,4 GByte Größe

  8. Mitsubishi

    Rückkamera identifiziert Verkehrsteilnehmer

  9. Otherside Entertainment

    Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

  10. Meltdown und Spectre

    "Dann sind wir performancemäßig wieder am Ende der 90er"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

  1. Re: Kein verstellen von Spiegeln nötig

    ronda-melmag | 06:28

  2. Re: IMHO: Der falsche Weg

    SJ | 06:13

  3. Re: Verkaufen die jetzt neue generationen ohne...

    VHau | 05:22

  4. Re: Fragwürdige Ethik der "Sicherheits-Forscher"

    CoDEmanX | 05:18

  5. Re: Windows/Microsoft ist das beste Beispiel

    CoDEmanX | 05:09


  1. 19:09

  2. 16:57

  3. 16:48

  4. 16:13

  5. 15:36

  6. 13:15

  7. 13:00

  8. 12:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel