Dreidimensionaler Sound geplant

Zwei Phasen für die UHD-TV-Markteinführung sieht auch Thomas Wrede, Vice President Reception Systems des Satellitenbetreibers SES Astra: Erste UHD-TV-Angebote starten seiner Ansicht nach 2014 oder 2015 - zunächst mit der höheren UHD-Auflösung und 50 oder 60 Vollbildern pro Sekunde. Der Farbraum sowie der Kontrastumfang von HDTV würden zunächst beibehalten. Dies könnte sich in einer zweiten Phase ändern, deren Start Wrede für 2017 oder 2018 prognostiziert. Dann könnten sowohl der größere Farbraum als auch der höhere Kontrastumfang kommen, so Wrede. Für die zweite Phase von UHD ist noch eine weitere spannende Neuerung geplant: Dann könnte dreidimensionaler Sound kommen, beispielsweise mit dem Soundsystem Dolby Atmos.

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Blickt man nach Japan, offenbaren sich noch ganz andere Pläne: Der dortige öffentlich-rechtliche Sender NHK experimentiert bereits mit einer 8K-Auflösung von 7.680 x 4.320 Bildpunkten. Neben den erwähnten zwei Phasen bei der UHD-Einführung ist daher auch von UHD-1 und UHD-2 die Rede - wobei UHD-2 dann unter anderem die noch höhere 8K-Auflösung umfasst. Das würde jedoch auch auf Seiten der Unterhaltungselektronik einen weiteren Entwicklungsschritt voraussetzen.

Wie lässt sich das Ganze übertragen?

Mehr Pixel, mehr Daten - das Spiel kennen Digital-Video-Experten. Mehr Daten bedeuten gleichzeitig höhere Kosten für den Transport nach Hause auf den TV-Schirm. Der Ausweg lautet wie immer Kompression, also die Datenflut mit cleveren Algorithmen eindämmen. Nach dem Codec H.264/AVC, der für die HDTV-Übertragung genutzt wird, soll nun H.265/HEVC (High Efficiency Video Coding) für UHD kommen. HEVC verringert die Datenrate bei gleicher Auflösung noch einmal um die Hälfte bei kaum sichtbaren Qualitätseinbußen. Westerkamp rechnet für die UHD-TV-Übertragung mit einer Datenrate von 10 bis 15 MBit/s. Astra nutzt für seinen UHD-Demokanal, der im Juni 2013 startete, HEVC mit einer Datenrate von 20 MBit/s - etwas mehr, als heute zwei HDTV-Sender zusammen benötigen.

Doch was ist mit der Übertragungstechnik - wie lässt sich UHD über Satellit, Kabel, Antenne oder Internet zum Zuschauer transportieren? "Mit DVB-S2 lässt sich UHD über Satellit übertragen", sagt Westerkamp. Im Kabel sei jedoch der Nachfolgestandard DVB-C2 sinnvoll, den die Netzbetreiber bislang aus Kostengründen nicht eingeführt hätten. Auch per Antenne ließe sich UHD-TV übertragen - mit dem DVB-T2-Standard, zu dem RTL im Jahr 2016 wechseln möchte. Da das Frequenzspektrum von DVB-T jedoch mehr und mehr an den Mobilfunk fällt, dürfte eine UHD-Übertragung per Antenne kaum sinnvoll sein.

Wie ist die Lage bei den aktuellen UHD-TV-Geräten?

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2013 wurden weniger als 10.000 UHD-Fernseher verkauft, so die Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Für 2014 rechnet die GfK mit 220.000 verkauften UHD-Fernsehgeräten. Und das, obwohl in der ersten Jahreshälfte gerade einmal 40.000 Stück den Weg zum Käufer fanden. Viele der bislang verkauften Modelle waren jedoch nicht UHD-tauglich. Zur Ifa 2013 waren HEVC-Decoder nicht oder kaum verfügbar und die HDMI-2.0-Spezifikation stand noch nicht final fest. Beides sind neben der Auflösung jedoch Voraussetzungen, um auf UHD-TV-Panels auch tatsächlich 4K-Bilder zu bekommen.

Denn für die 4K-Auflösung mit den erwähnten 50 Vollbildern reicht die maximale Datenrate von HDMI 1.4 nicht aus. HDMI 1.4 schafft nur UHD mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde - dann muss HDMI 2.0 ran, das bis zu 18 GBit/s liefert. Zudem muss HDMI den Kopierschutz HDCP 2.2 unterstützen, den die Filmindustrie für UHD-Inhalte anvisiert. Außerdem sollte der Fernseher intern HEVC-Material decodieren können.

Viele Hersteller bieten deshalb externe Kits an, mit denen sich deren erste UHD-TV-Geräte beispielsweise mit HDMI-2.0-Buchsen nachrüsten lassen. Doch wie ist der Stand bei den aktuellen UHD-Geräten? LG, Panasonic, Samsung und Sony geben an, ihre 2014er Modelle unterstützten HDMI 2.0, HDCP 2.2 und HEVC-Decoding. Erste Praxistests zeigten, dass die HEVC-Decodierung von USB-Festplatte auch vom Dateiformat der Videofiles abhängt. Kurios: TP Vision, das die TV-Sparte von Philips übernommen hat, gestand ein, dass die aktuellen 7800er- und 8800er-UHD-TV-Serien weder mit HDMI 2.0 noch mit HEVC-Decoding bestückt seien. Allenfalls HDCP 2.2 sei dabei. Toshiba bietet aktuell nur die UHD-TV-Geräte der M9-Serie, die bereits vergangenes Jahr eingeführt wurde.

Die Preise für UHD-TV-Modelle sind seit Jahresbeginn deutlich gesunken. Während zunächst Anbieter wie der chinesische Produzent Hisense günstigere 4K-Modelle brachten, bieten nun auch bekannte Namen 4K-Modelle unter 2.000 Euro: LG etwa die UB850V-Serie, die mit einer Diagonalen von 49 Zoll bei 1.200 Euro startet. Sonys X8500B-Serie ist mit 49 Zoll für 1.600 Euro zu haben. Auf der Webseite von TP Vision finden sich unter der 6800er Serie drei absolute UHD-TV-Preisbrecher ab 600 Euro. Doch diese Modelle gebe es in Deutschland nicht und sie kämen auch voraussichtlich nicht, sagte ein Unternehmenssprecher.

UHD-fähige Set-Top-Boxen ließen sich bereits produzieren. Technicolor meldete im Mai, man werde den indischen Bezahlsender Tata Sky Anfang 2015 entsprechend ausstatten. Zum aktuellen Stand einer UHD-Disc ließ sich leider nichts Konkretes in Erfahrung bringen. Fest steht, die Blu-ray Disc Association (BDA) arbeitet daran. In den USA bietet Sony einen 4K-Player an, der UHD-Filme etwa via Internet von Netflix empfängt.

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 Ultra High Definition: Scharf allein ist nicht genugWann kommen UHD-Programme? 
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wsxedc 27. Mai 2015

...Prinzipiell kann ein Digitalfernseher bei entsprechendem Signal genauso die Zeilen...

wsxedc 27. Mai 2015

Es gibt ja noch die ordentlichen Begriffe "720p", "1080i", "1080p", "2160p" und "4320p...

b1n0ry 12. Sep 2014

Wat soll an einem FHD-Bild auf 4K _DEUTLICH_ besser sein als das selbe FHD-Bild auf...

Érdna Ldierk 12. Sep 2014

Hier in AT gibts feinstes 1080p bei den ÖR. Und wer das Programm dort nicht mag, findet...



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