Ultra-HD: DirecTV plant Satellitenfernsehen mit 8.000 Zeilen
Full-HD reiche nicht mehr, wenn man sich im hart umkämpften Markt der Pay-TV-Anbieter in den USA behaupten wolle, meint DirecTV. Auf einer Konferenz in Washington gab das Unternehmen in groben Zügen seine Pläne für Auflösungen jenseits von 1.920 x 1.080 Pixeln bekannt, wie Advanced Television(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Zwar nannte DirecTV noch keinen konkreten Zeitplan, bestätigte aber, dass an Auflösungen mit 4.000 bis 8.000 Zeilen geforscht wird. Die Orientierung an der vertikalen Auflösung – bei Full-HD also 1.080 Zeilen – ist dabei ein Relikt aus der analogen Fernsehwelt, das sich bis heute gehalten hat.
DirecTV will die neuen Techniken nicht nur für bessere Bildqualität nutzen, sondern auch für 3D-Übertragungen, die dann ohne Brille angesehen werden können. Für die nötigen Fernseher gibt es mehrere Techniken, die meist die Zahl der Linien halbieren. Um also doppelt so viele Zeilen sichtbar zu machen, müssen erst viermal so viele ausgestrahlt werden.
Der nächste Schritt nach 4K
Mehr als Full-HD ist nicht nur ein Wunsch der Fernsehanbieter, sondern auch für Heimanwender bereits zu haben. Bisher orientiert sich die Branche der Unterhaltungselektronik beim zunehmend auch für Kinofilme genutzten 4K-Verfahren, bei dem meist 4.096 x 2.160 Pixel verwendet werden. Entsprechende Kinosäle gibt es ebenso wie 4K-Projektoren für zu Hause. Auch semiprofessionelle 4K-Camcorder sind bereits zu haben.
Als Name für Fernsehtechniken mit mehr als Full-HD-Auflösung hat sich inzwischen nicht 4K, sondern Ultra HD oder U-HDTV eingebürgert.