Ultra-Capacity Layer: Goethe-Universität arbeitet mit an 100 GBit/s per Funk

Drei Universitäten und Unternehmen arbeiten am Ultrawave-Kanal für 100 Gigabit. Zum Einsatz kommen Millimeterwellen-Vakuumkomponenten, Festkörperelektronik und Photonik.

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Werbegafik des Projekts
Werbegafik des Projekts (Bild: Ultrawave2020.eu)

Die Ultrawave Forschungskooperation will einen ultrahohen Kapazitätskanal (Ultra-Capacity Layer) entwickeln, der einen Schwellenwert von 100 Gigabit pro Sekunde erreicht, flexibel und leicht zu installieren ist. Das gab Viktor Krozer vom Physikalischen Institut der Goethe-Universität Frankfurt am 27. September 2017 bekannt. Dafür kommen Frequenzen im Bereich von Millimeterwellen zwischen 30 und 300 Gigahertz mit mehreren Gigahertz Übertragungsbandbreite zum Einsatz.

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Der Kanal soll Hunderte miniaturisierte Picozellen mit Datenvolumen versorgen, unabhängig von der Dichte der mobilen Geräte.

Vakuumkomponenten mitentwickeln

Der Ultrawave-Kanal werde eine sehr hohe Übertragungsleistung benötigen, um große Bereiche abzudecken, so Krozer. Millimeterwellen werden über die Distanz stärker abgeschwächt als langwellige Signale. Das solle durch die Kombination von Vakuumelektronik, Festkörperelektronik und Photonik kompensiert werden. Diese Einheiten sollen zu einem drahtlosen System verbunden werden, durch die Bereitstellung von Hochfrequenzleistung im Multi-Watt-Bereich bei Frequenzen oberhalb von 100 GHz. Diese hohe Leistung werde nur durch neue Millimeterwellen-Vakuumkomponenten erreicht, die Schlüsselkomponenten für Ultrawave sind. Die Goethe-Universität wird diese Vakuumkomponenten mitentwickeln und an der Millimeterwellen-Mikroelektronik mitarbeiten.

Das Ultrawave Konsortium ist ein Zusammenschluss von Goethe-Universität aus Frankfurt am Main, Universität Lancaster (Großbritannien), Universität Roma Tor Vergata in Italien, Fibernova Systems aus dem spanischen Valencia, dem Ferdinand-Braun-Institut, dem Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, HFSE, in Deutschland und OMMIC in Frankreich.

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