Ultium: General Motors mit neuer Plattform für Elektroautos
General Motors (GM) will 22 neue Elektroautomodelle bis zum Jahr 2023 auf den Markt bringen. Diese basieren alle auf der neuen Fahrzeugplattform BEV3 und der Akkuarchitektur Ultium(öffnet im neuen Fenster).
Die Akkus entstehen in einem Joint Venture mit LG Chem. Im Dezember 2019 hatte der Autohersteller eine Investition von 2,3 Milliarden US-Dollar zum Bau einer Akkufabrik im US-Bundesstaat Ohio verkündet. Im Januar 2020 wurde bekannt, dass GM sein Werk in Detroit-Hamtramck umrüste, um dort ausschließlich Elektroautos zu bauen.
Der Konzern will sogenannte Pouch-Zellen für seine Akkus verwenden, die je nach Fahrzeugart unterschiedlich angeordnet werden. Für Autos mit großer Bodenfreiheit werden die Zellen vertikal angeordnet, bei Fahrzeugen mit niedrigem Profil übereinander gestapelt. So lassen sich Akkus mit Kapazitäten von 200 kWh bis herunter zu 50 kWh zusammenstellen.
Die Batteriemodule haben eine eigene Batterie-Management-Elektronik. Dadurch wurde der Verkabelungsaufwand in einem Paket im Vergleich zum aktuellen Chevrolet-Bolt-EV-Batteriepaket um 88 Prozent reduziert. Muss ein einzelnes Modul eines Akkupacks ausgetauscht werden, kann die Elektronik den Angaben zufolge kommunizieren, und das Pack lässt sich leicht neu kalibrieren: Jedes Modul weiß, welche Art von Chemie seine Zellen verwenden.
GM-Chefin Mary Barra teilte mit, das Unternehmen werde mit der Ultium-Architektur in der Lage sein, die Grenze von 100 US-Dollar pro kWh zu unterbieten. Wann dies genau sein werde, ließ sie offen.
Das erste Fahrzeug mit der neuen Architektur wird im April 2020 der Cadillac Lyriq sein. Dabei handelt es sich um ein SUV. Im Mai 2020 soll der GMC Hummer als Pick-Up vorgestellt werden. Wann die Fahrzeuge in den Handel kommen, ist nicht bekannt.
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