Ultimate Fighting Championship: Haben die einen Hau?
Man muss sich das mal vorstellen: Als Angestellter bekommt man mit, dass es im Unternehmen nicht so richtig rund läuft. Gerade hat es wieder Massenentlassungen gegeben, viele Kunden sind unzufrieden, die Konkurrenz wird immer stärker. Der Aktienkurs lag schon mal höher, die Stimmung ist schlecht.
Und der Chef? Statt mit aller Kraft an Problemlösungen zu arbeiten, verabredet er sich nach ein paar Streitereien zu einem öffentlichen Faustkampf mit dem Leiter einer anderen Firma.
Genau das passiert gerade bei Meta und Tesla/Twitter: Mark Zuckerberg und Elon Musk wollen offenbar wirklich bei einer Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) gegeneinander in den Ring steigen .
Ich kann mich noch vage an meine letzte Prügelei erinnern. Das war irgendwann in der Grundschule, nach dem Unterricht. Der Gegner hieß Oscar, glaube ich. Ich habe ihn (zum Glück) völlig aus den Augen verloren. Wer gewonnen hat, weiß ich wirklich nicht mehr – vermutlich keiner.
Ich bin überzeugt, dass es beim Duell Zuckerberg gegen Musk nur Verlierer geben wird. Keiner der Faustschläge wird auch nur eines der tatsächlichen Probleme lösen, mit denen die Firmen gerade kämpfen. Meta etwa mit der massiven Konkurrenz durch Tiktok, Tesla unter anderem mit der Konkurrenz durch andere Autobauer.
In meiner Vorstellung ist es ein Privileg, in Führungspositionen bei diesen Technologiefirmen arbeiten zu können. Die beiden Konzerne haben tolle Mitarbeiter, spannende Produkte und immer noch enormes Potenzial. Wie kann man da auch nur einen Moment auf den Gedanken kommen, sich emotional auf so etwas wie diesen Kampf einzulassen?
Musks Mutti erklärt die Sache für beendet
Ernsthaft, für mich sind die Prügelpläne ein Alarmzeichen: ein leider überdeutlicher Hinweis, dass Zuckerberg und Musk von ihren Jobs gelangweilt oder überfordert sind, den Sinn für ihre enorme Verantwortung verloren haben und sich – im wahrsten Sinne des Wortes – auf Nebenkriegsschauplätzen austoben wollen.
Inzwischen ist die Sache übrigens endgültig ins Kleinkindliche abgerutscht: Nicht Aufsichtsräte, Anteilseigner oder einfach nur kluge Berater, sondern die Mutter von Elon Musk hat die Prügelei zumindest auf Twitter für abgesagt erklärt(öffnet im neuen Fenster) . Was das genau bedeutet, ist momentan aber noch unklar.
IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).
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