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Ultimaker 3: Besser 3D-Drucken mit wasserlöslichem Material

Der 3D-Drucker-Hersteller Ultimaker hat ein neues Modell vorgestellt, das nicht nur zwei Druckköpfe kombiniert, sondern auch ein wasserlösliches Material verarbeiten kann. Damit soll der Druck komplexer Objekte einfacher werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Doppel-Extruder des Ultimaker 3
Doppel-Extruder des Ultimaker 3 (Bild: Ultimaker)

Der neue Ultimaker 3 besitzt zwei Hotends, um gleichzeitig mit zwei verschiedenen Materialien oder Farben zu drucken. Im Gegensatz zu anderen Konstruktionen befinden sich dabei beide Hotends in einem einzelnen Druckkopf, der nicht wesentlich breiter ist als ein Druckkopf mit nur einem Hotend. Beide proprietäre Hotends mit der jeweils zugehörigen Extruderdüse, von Ultimaker als Print Core bezeichnet, können ohne Werkzeug gewechselt werden.

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Das neue Modell entspricht in seinen Abmaßen und Eigenschaften wesentlich dem Ultimaker 2+. Der Bauraum ist etwas geschrumpft. Beim Druck mit einem Druckkopf beträgt er 215 mm x 215 mm x 200 mm, bei der Verwendung beider Druckköpfe sinkt die maximale Druckbreite auf 197 mm. Trotzdem ist das Gehäuse des Druckers um einige Millimeter auf 342 mm x 380 mm x 389 mm vergrößert worden. Das Extended-Modell bietet 100 mm mehr Bauraum in der Höhe, die Gehäusehöhe steigt um den gleichen Betrag.

Derzeit gibt es nur Print-Cores mit einem Düsendurchmesser von 0,4 mm, sie sollen eine minimale Schichtdicke von 0,02 mm erlauben. Die Positionierungsgenauigkeit des Druckkopfs beträgt 12,5 x 12,5 x 2,5 µm. Der Druckkopf bewegt sich mit maximal 300 mm pro Sekunde. Das beheizte Druckbett erreicht eine Temperatur von 20 bis 100 Grad Celsius.

Die Steuerung des Druckers kann autonom, per USB, WLAN oder per Ethernet erfolgen. Für die Überwachung des Druckvorgangs steht eine Kamera zur Verfügung.

  • Ultimaker 3 (Bild: Ultimaker)
  • Druckkopf mit zwei Hotends (Bild: Ultimaker)
  • Print Cores (Bild: Ultimaker)
  • Druckobjekt mit wasserlöslichem Stützmaterial (Bild: Ultimaker)
  • Druckobjekt nach Entfernung des Stützmaterials (Bild: Ultimaker)
Ultimaker 3 (Bild: Ultimaker)

Der Ultimaker 3 druckt mit Kunststoff nach dem FDM-Prinzip. Als Druckmaterial (Filament) bietet Ultimaker für seinen Drucker unter anderem Nylon, PLA und ABS an - und als neues Material PVA (Polyvinylalkohol). Es ist wasserlöslich und für den Druck von Stützstrukturen gedacht. So soll die grundsätzliche Schwäche beim FDM-Druck von Bögen, Überhängen und Hohlräumen beseitigt werden, indem diese Leerräume mit dem wasserlöslichen Material aufgefüllt werden.

Der Ultimaker 3 und der Ultimaker 3 Extended sind bereits im Handel verfügbar. Mit Preisen von 3.600 Euro beziehungsweise 4.400 Euro richtet sich der neue Drucker deutlich an professionelle Nutzer. Das gilt auch für das wasserlösliche Filament PVA. Eine Rolle mit 350 Gramm kostet knapp 50 Euro.

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Voxel 10. Sep 2017

Ich stimme zu - der Ultimaker 3 ist überteuertA Der BCN3D Sigma z.B. arbeitet auch mit...

Ach 13. Nov 2016

Man ist nicht an das Hersteller Filament gebunden. Mit Drittanbieter Filament verzichtet...

Ach 13. Nov 2016

Hallo, Schau dir mal dieses Hands On > https://www.youtube.com/watch?v=B50bJCKG9Hg < an...

Chri 07. Nov 2016

Der UM3 ist nur noch äußerlich identisch zu den Vorgängern. Technisch ist da leider...

körner 06. Nov 2016

Das Extended-Modell ist mit 4.400 ¤ leider hart überteuert. Ultimaker geht (zumindest...


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