• IT-Karriere:
  • Services:

Wiedersehen mit Lord British

Im zweiten Teil des Intros stehe ich vor dem Wagen einer Wahrsagerin und muss ihre Fragen beantworten. Diese stellen mich jedes Mal vor einer Gewissensentscheidung: Würde ich bei einem feindlichen Angriff mutig meinen Wachposten verlassen und meinen Kameraden zur Hilfe eilen oder ehrenhaft auf meinem Posten verharren? Überbringe ich ehrlich den vollen Goldbeutel an seinen Besitzer oder zwacke ich aus Mitleid eine Münze ab, um sie einem armen Bettler zu geben? Opfere ich meine Träume und übernehme die Gastwirtschaft meines sterbenden Onkels oder folge ich dem Ruf meines Glaubens, um meine eigenen Lebensziele zu verfolgen?

  • In den eher trostlosen Dungeons von Ultima 6 stoßen wir ab und an auf grünen Schleim, der sich im Kampf stetig weiter ausbreitet. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Bei der Befreiung der Schreine kommt es stets zu einem Kampf gegen ein halbes Dutzend Gargoyles. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Wie in den meisten Ultima-Spielen heilt Lord British den Avatar frei Haus. Sogar die Wiederbelebung ist umsonst, sollte der Held zwischendurch ins Gras beißen. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Solche Situationen sind selten, aber amüsant: Wer in der Bar von Jhelom die falschen Themen anspricht, der sorgt für eine Rauferei unter den Gästen und sollte schleunigst das Weite suchen. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Um die kleinen Inseln jenseits des Festlands besuchen zu können, sollte man sich über kurz oder lang ein fesches Schiff besorgen. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Der alte Kompagnon Shamino sieht in The False Prophet Serienschöpfer Richard Garriott verblüffend ähnlich - was umso mehr verwirrt, weil sich Garriot eigentlich bereits in Form von Lord British verewigt hat. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Während das Charakterbild von Sherry unglaublich süß ist, geht die kleine Maus in der Spielgrafik völlig unter. Tipp: Sie hockt nahezu unsichtbar links neben der blauen Kristallkugel. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Ab und an sollte man einen Händler aufsuchen und die vielen erbeuteten Waffen verkaufen, um anschließend mit dem Geld nützlicheres Werkzeug zu erstehen. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Spoiler-Alarm: Im Laufe der Geschichte entpuppt sich der eine oder andere Gargoyle als erfreulich gesprächig. Deshalb endet das Finale nicht in einem blutigen Showdown, sondern läuft auf eine versöhnlichen Kooperation zwischen den roten Kreaturen und der menschlichen Rasse hin. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
  • Diese Wahrsagerin stellt uns mehrere Gewissensfragen, deren Antworten massiven Einfluss auf unsere Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz haben. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
Diese Wahrsagerin stellt uns mehrere Gewissensfragen, deren Antworten massiven Einfluss auf unsere Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz haben. (Bild: Origin Systems / Screenshot: Medienagentur plassma)
Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Techniker Krankenkasse, Hamburg

Dieses Abwägen der insgesamt acht verschiedenen Tugenden kam erstmals 1985 in Ultima 4 zum Einsatz und diente dort zur Bestimmung meiner Charakterklasse. Weil es eine solche in Ultima 6 nicht gibt, beschränkt sich die Wahl auf individuelle Werteboni für Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz. In meinem Fall entscheide ich mich vornehmlich für die Tugend der Geistlichkeit und erhalte ausgewogen in allen drei Kategorien die gleichen Pluspunkte.

Es folgt der letzte Teil des Intros, in dem es richtig dramatisch wird: Nach dem Durchschreiten des Mondtors werde ich von einer Horde sogenannter Gargoyles übermannt und auf einen Altar gefesselt. Die Kreaturen erinnern aufgrund ihrer roten Haut und ihres knochigen Körperbaus an eine Mischung aus Skelett und Dämon, was mich nicht gerade zuversichtlich stimmt.

Wehrlos muss ich mit ansehen, wie sich ein Priester der Gargoyles samt Buch und Dolch nähert. Es besteht kein Zweifel: Die Burschen haben etwas gegen mich und wollen mich buchstäblich opfern. Doch zum Glück erscheinen im letzten Moment drei altbekannte Kameraden: Iolo, Dupre und Shamino. Sie töten den Priester, lösen meine Fesseln und huschen mit mir durch ein weiteres Mondtor.

Ich lande im Thronsaal meines alten Freundes Lord British, dem Regenten von Britannia. Leider sind auch ein paar Gargoyles durch das Tor gehechtet, weshalb das eigentliche Spiel direkt mit einem Kampf beginnt.

Nach dem Tod der Verfolger kann ich endlich meine alten Freunde befragen: Was zum Geier ist hier eigentlich los? Wer sind diese Gargoyles, woher kommen sie und warum wollen sie mich töten?

Lord British hat immerhin ein paar Antworten parat: Nachdem ich ihn in Ultima 5 aus dem Untergrund gerettet hatte, stürzte dieser komplett ein und sorgte für neue Zugänge, aus denen die Gargoyles herausgekrochen sind. Sie überfielen das Land und besetzten alle acht Schreine, die eigentlich zur Zelebrierung der Tugenden dienen.

Mein Open-World-Problem

Im Thronsaal stoße ich des Weiteren auf Sir Geoffrey und Magier Nystul, die mir meine ersten Aufträge erteilen: Einerseits muss ich den Schrein des Mitleids aufsuchen und ihn von den Gargoyles befreien. Andererseits soll ich ins Lycaeum reisen und die Magierin Mariah bezüglich eines Buchs befragen, das Iolo just zuvor aus den toten Händen des Gargoyle-Priesters entrissen hat. Dieses ist nämlich in einer Sprache geschrieben, der selbst Nystul nicht mächtig ist.

Bis hierhin hört sich das alles richtig unterhaltsam und geradlinig an, doch mit dem Verlassen des Thronsaals beginnt die Phase der Geduld. Mein Hauptproblem damals wie heute: Mir steht schon jetzt praktisch die gesamte offene Spielwelt ohne große Einschränkungen zur Verfügung.

Bereits das Schloss von Lord British besteht aus zahlreichen Räumen inklusive unterirdischem Gewölbe, worin man sich schnell verläuft. Und jenseits der Zugbrücke blicke ich geradewegs auf die ersten Häuser von Britain, der mit Abstand größten Stadt von Ultima 6.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Ultima 6 - The False Prophet: Als Britannia Farbe bekannteDie Welt von Ultima 6 wirkt riesig, ist es aber nicht 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 399,99€ (Release 19.11.)
  2. 499,99€ / 399,99€ (Release 19.11.)
  3. (u. a. Fire TV Stick mit Alexa-Sprachfernbedienung, TV-Steuerung und Dolby-Atmos-Klang für 38...
  4. (u. a. PS5 inkl. 2. Controller + Spider-Man: Miles Morales für 649€)

cruse 10. Jul 2020

jo ist aber trotzdem empfehlenswert. im gog Forum gibt's auch einen link für die...

DarkVamp 06. Jul 2020

ScummVM nutzt MUNT als Emulation. Ohne die ROLAND ROMs geht es nicht. Und die Emulation...

CptBeefheart 06. Jul 2020

sieh eigentlich ganz nett aus und geht in eine ganz andere Richtung als Shroud: https...

Lightkey 06. Jul 2020

Wie zu den meisten Titeln aus der Ultima-Serie, gibt es mit Nuvie auch für Ultima VI ein...


Folgen Sie uns
       


Playstation 5: Sony macht das Rennen
Playstation 5
Sony macht das Rennen

Die Playstation 5 liegt preislich zwischen Xbox Series S und Xbox Series X. So schlägt Sony zwei Microsoft-Konsolen mit einer eigenen.
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. Sony Weitere Playstation 5 für Vorbesteller angekündigt
  2. Spielekonsole Playstation 5 ist nicht zu älteren Spielen kompatibel
  3. Hogwarts Legacy Potter-Solo-RPG und Final Fantasy 16 angekündigt

Java 15: Sealed Classes - Code-Smell oder moderne Erweiterung?
Java 15
Sealed Classes - Code-Smell oder moderne Erweiterung?

Was bringt das Preview Feature aus Java 15, wie wird es benutzt und bricht das nicht das Prinzip der Kapselung?
Eine Analyse von Boris Mayer

  1. Java JDK 15 geht mit neuen Features in die General Availability
  2. Java Nicht die Bohne veraltet
  3. JDK Oracle will "Schmerzen" von Java beheben

Burnout im IT-Job: Mit den Haien schwimmen
Burnout im IT-Job
Mit den Haien schwimmen

Unter Druck bricht ein Webentwickler zusammen - zerrieben von zu eng getakteten Projekten. Obwohl die IT-Branche psychische Belastungen als Problem erkannt hat, lässt sie Beschäftigte oft allein.
Eine Reportage von Miriam Binner


      •  /