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Nvidia Turing: Neuer 3DMark-Benchmark testet DLSS-Kantenglättung

Per Machine Learning Kanten zu glätten, bringt in der Praxis bessere Bildraten, wie Final Fantasy XV zeigt. Nutzer können sich davon jetzt auch im derzeit preiswerteren 3DMark -Benchmark überzeugen – Turing-Grafikkarte vorausgesetzt.
/ Oliver Nickel
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DLSS glättet Kanten sehr effizient. (Bild: UL)
DLSS glättet Kanten sehr effizient. Bild: UL

Die Benchmarkentwickler von UL ergänzen das Programm 3DMark(öffnet im neuen Fenster) um Deep Learning Super Sampling (DLSS), welches Nvidia mit seinen Turing-Grafikkarten eingeführt hat. Der Benchmark misst die Leistungs- und Bildqualitätsunterschiede der neuen Technik im Vergleich zu anderen Anti-Aliasing-Algorithmen wie Temporal Anti Aliasing (TAA). Das neue DLSS nutzt Machine Learning, um ein Bild mit definierteren Kanten neu zu rendern – mit dem Ziel, die Treppchenbildung zu verringern. Die Technik ist allerdings momentan nur auf Nvidia-Grafikchips der Turing-Serie verfügbar.

In einem Vergleichsvideo zeigt UL, dass DLSS Objektkanten so rendert, dass generell der Eindruck eines schärferen Bildes entsteht. Der Hersteller nutzt dazu die Benchmark-Szene eines Raumschifflandemanövers, die auch für das Testen von Raytracing herhält. Im praktischen Einsatz ist die Technik bisher kaum verbreitet.

3DMark vergleicht DLSS mit TAA
3DMark vergleicht DLSS mit TAA (02:17)

Einzig Final Fantasy XV hat sie integriert – und das nur bei einer voreingestellten 4K-Auflösung. DLSS skaliert unbekannte niedriger aufgelöste Bilder hoch und rechnet sie mit dem vortrainierten Deep-Learning-Algorithmus inklusive glatter Kanten um. Das bringt einen Leistungsgewinn von etwa 20 Prozent im Vergleich zu TAA, welches ein Bild zudem spürbar weichzeichnet. DLSS scheint dieses Problem nicht zu haben.

Es ist kein Zufall, dass UL die Neuerung zum Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfestes ankündigt. Es ist eine gute Werbeaktion, um den Benchmark 3Dmark zum sechsten Geburtstag der Software für 85 Prozent weniger Geld auf der Spieleplattform Steam anzubieten. Synthetische Benchmarks sind aber in einigen Fällen von der Realität entfernt, die Ergebnisse daher mit Vorsicht zu betrachten. Zudem sind ein aktueller Nvidia-Treiber und zwingend eine Grafikeinheit der RTX-Serie, RTX-Quadro-Serie oder RTX-Titan-Serie erforderlich.


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