150 vs. 370 Kilometer Radarreichweite
Die F-16 wird zwar noch produziert, aber die heutigen Jets sind ungleich moderner. Zum Vergleich: Das Radar der ukrainischen F-16 reicht knapp 150 km weit(öffnet im neuen Fenster) , das einer modernen F-16 dagegen 370 km(öffnet im neuen Fenster) .
Ukrainische Kampfflugzeuge können nicht direkt über dem Kampfgebiet operieren. Es sind auch zu wenige, um die russische Luftwaffe wirksam herausfordern zu können. Bodenziele in der Kampfzone oder dahinter können sie nur treffen, indem sie Lenkbomben oder Flugkörper aus der Distanz einsetzen.
Meist fliegen sie in geringer Höhe an, um nicht vom feindlichen Radar erfasst zu werden, steigen zum eigentlichen Schuss auf Höhe, um dann in niedriger Höhe wieder abzufliegen. Die F-16 fliegen mittlerweile fast 80 Prozent aller Einsätze, müssen aber auch das ukrainische Hinterland gegen russische Angriffe verteidigen.
Die ERAMs haben etwa die doppelte Reichweite der bisher verwendeten J-DAMs und anderer westlicher Präzisionswaffen. Damit können ukrainische Flugzeuge auch Ziele tiefer im russischen Hinterland treffen.
Die ukrainische Luftwaffe hatte eigentlich bis zu 216 F-16-Maschinen gefordert(öffnet im neuen Fenster) . Laut Experten des amerikanischen Forschungsinstituts Center for Strategic and International Studies (CSIS) wäre sie dadurch in der Lage gewesen, die Bodentruppen wirkungsvoll zu unterstützen und die russische Luftüberlegenheit über der Kampfzone zu brechen(öffnet im neuen Fenster) .
Ukraine will moderne F-16
Die Ukraine beharrt auf ihrer Forderung nach F-16 des neuesten Modells. Mit moderner Avionik und stärkeren Triebwerken sind das faktisch andere Flugzeuge.
Zwar hat die Ukraine jüngst Vereinbarungen zur Lieferung von 100 französischen Rafales und 150 schwedischen Saab Gripen-Kampfjets abgeschlossen. Aber das sind Absichtserklärungen, keine verbindlichen Kaufverträge. Und die Finanzierung ist bis heute nicht geklärt.



