Ukraines Vize-Premier: Apple soll Dienste in Russland blockieren

Während sich die Ukraine von Apple eine Blockade wünscht, beschränken sich Russland und Facebook gegenseitig. Die Cz.nic sperrt Domains.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
In der Ukraine ist Krieg, im Internet wird gesperrt.
In der Ukraine ist Krieg, im Internet wird gesperrt. (Bild: ndemello/Pixabay)

Der Facebook-Konzern Meta sowie der Kurznachrichtendienst Twitter reagieren mit Einschränkungen ihrer sozialen Netzwerke auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Man sei dabei, russische Staatsmedien daran zu hindern, in dem sozialen Netzwerk weltweit Anzeigen zu schalten oder dort Geld zu verdienen, gab der Sicherheitschef bei Facebook, Nathaniel Gleicher, am 26. Februar auf Twitter bekannt.

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Twitter wiederum blockiert bis auf Weiteres Werbeanzeigen in Russland sowie in der Ukraine. So wolle man sicherstellen, dass wichtige Informationen zur öffentlichen Sicherheit hervorgehoben werden, hieß es. Werbung lenke davon ab.

Unterdessen wandte sich der ukrainische Minister für Digitalisierung, Vize-Premier Mychajlo Fedorow, in einem Brief an Apple-Chef Tim Cook und rief ihn auf, die Sanktionen gegen Russland durch das Blockieren von Apple-Diensten einschließlich des App Stores zu flankieren. In dem auf Twitter verbreiteten Schreiben heißt es: "Wir brauchen Ihre Unterstützung - im Jahr 2022 ist moderne Technologie vielleicht die beste Antwort auf die Panzer, Mehrfachraketenwerfer (Grad) und Raketen."

Er schloss mit den Worten: "Wir sind sicher, dass solche Aktionen die Jugend und die aktive Bevölkerung Russlands motivieren werden, die schändliche militärische Aggression proaktiv zu stoppen." Zuvor hatte die Ukraine bereits die Cybercommunity um Hilfe gebeten.

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Derweil sperrte der Verwalter der Top-Level-Domain .cz für Tschechien, die Cz.nic, in einem "außergewöhnlichen Schritt" mehrere russische Webseiten: "Die Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine wird seit Langem von einer Desinformationskampagne in einer Reihe von Onlinemedien begleitet, die die tschechische nationale Domain nutzen", sagte Ondřej Filip, Exekutivdirektor von Cz.nic. "Da diese Informationen absichtlich nicht auf der Wahrheit beruhen und nachweislich die Verbreitung von erfundenen Gerüchten, Nachrichten und Instabilität in der Gesellschaft fördern, haben wir nach Beratungen mit den höchsten Vertretern des Staates beschlossen, diese prominenten Desinformations-Internetmedien zu sperren."

Angriffe auf Webseiten der Funke Mediengruppe

Facebook-Sicherheitschef Gleicher erklärte, man habe als Reaktion auf den Konflikt in der Ukraine ein Sondereinsatzzentrum mit Experten eingerichtet, um so schnell wie möglich reagieren zu können. "Wir beobachten die Situation in der Ukraine genau und werden fortlaufend unsere Schritte zum Schutz der Menschen auf unserer Plattform mitteilen."

Russland hatte Facebook am Vortag teilweise beschränkt. Die Kommunikationsaufsicht Roskomnadzor in Moskau warf dem Facebook-Konzern vor, mit der Sperrung russischer Medien auf dem Netzwerk "grundlegende Menschenrechte und Freiheiten" sowie "Rechte und Freiheiten russischer Bürger" verletzt zu haben.

Unterdessen registrierte die deutsche Funke Mediengruppe Internetangriffe auf ihre Webseiten. Im Liveblog der zu der Gruppe gehörenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), in dem Nachrichten rund um den russischen Angriff auf die Ukraine veröffentlicht werden, hieß es am Abend des 25. Februar: "Die Webseiten der Tageszeitungen, Magazine und Reichweitenportale der Funke Mediengruppe werden seit dem Morgen in mehreren Wellen von sogenannten Bots angegriffen."

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User_x 28. Feb 2022

...oder direkt weg, wenn das Rechenzentrum getroffen wurde...

V4lt05 27. Feb 2022

Les dir die russischen Nachrichten doch durch. Die nehmen nicht wirklich ein Blatt vor...

Oktavian 27. Feb 2022

Weil man ein paar Leute (etwa 16%) ihr Smartphone kaputt macht, soll die Revolution...

ChMu 27. Feb 2022

Ehm...Ja? Was hat Apple damit zu tun? Du schreibst es doch selbst? Es verstoesst gegen...



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