Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Ukrainekrieg: USA warnen vor Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur

Gemeinsam mit weiteren Staaten warnen die USA vor russischen Cyberangriffen auf westliche Organisationen. Daran könnten sich auch Ransomwaregruppen beteiligen.
/ Moritz Tremmel
4 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Unternehmen sollen sich vor Angriffen auf ihre IT-Infrastruktur schützen. (Bild: VISHNU_KV/Pixabay)
Unternehmen sollen sich vor Angriffen auf ihre IT-Infrastruktur schützen. Bild: VISHNU_KV/Pixabay

Sicherheitsbehörden aus den USA, Australien, Kanada, Neuseeland und Großbritannien (Five-Eye-Staaten) warnen vor russischen Cyberangriffen auf Organisationen und kritische Infrastrukturen in westlichen Ländern, die die Ukraine im Angriffskrieg Russlands unterstützen. Cyberangriffe durch Russland könnten auch "als Reaktion auf die beispiellosen wirtschaftlichen Kosten erfolgen" , welche die auferlegten Sanktionen verursachen, erklärt die US-amerikanische Cyber Security and Information Security Agency (CISA)(öffnet im neuen Fenster) .

"Angesichts der jüngsten Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass die russische Regierung Optionen für potenzielle Cyberangriffe auf kritische US-Infrastrukturen prüft, veröffentlicht die CISA gemeinsam mit unseren behördenübergreifenden und internationalen Partnern diese Empfehlung, um auf die nachweisliche Bedrohung und die Fähigkeiten russischer staatlich geförderter und mit Russland verbündeter Cybercrime-Gruppen hinzuweisen," sagte CISA-Direktorin Jen Easterly(öffnet im neuen Fenster) .

Auch US-Präsident Joe Biden verwies auf "sich entwickelnde Erkenntnisse, dass die russische Regierung Optionen für potenzielle Cyberangriffe prüft" . Er rief Unternehmen und Organisationen dazu auf, umgehend die Verteidigung ihrer Netzwerke zu verstärken.

Auch Ransomwaregruppen können Gefahr darstellen

Über die direkte Bedrohung durch russische Advanced Persistent Threats (APT) hinaus wie Cozy Bear oder Fancy Bear, die beispielsweise auch für den Bundestagshack im Jahr 2015 verantwortlich sein sollen, hätten auch "mehrere Cybercrime-Gruppen kürzlich öffentlich ihre Unterstützung für die russische Regierung zugesagt" , betonte die CISA. Die Gruppen hätten ebenfalls mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht und bereits Angriffe auf ukrainische Websites durchgeführt.

Anzeige

Hacking & Security: Das umfassende Hacking-Handbuch mit über 1.000 Seiten Profiwissen. 3., aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Gebundene Ausgabe)

Jetzt bestellen bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Zuge des Ukrainekrieges bereits mehrfach vor einer Bedrohung gewarnt . Zudem empfahl das BSI Behörden und Unternehmen auf den Einsatz von Produkten der russischen Sicherheitsfirma Kaspersky zu verzichten . Durch russische Drohungen gegen EU, Nato und die Bundesrepublik bestünden Zweifel an der Zuverlässigkeit des Herstellers. So könne Kaspersky auch gegen seinen Willen gezwungen werden, Angriffe durchzuführen, erklärte das BSI.

Alle aktuellen Golem.de-Artikel und weitere News zum Ukraine-Krieg finden sich in unserem Liveblog .


Relevante Themen