Ukrainekrieg: Russland will App Stores durch eigenen Store ersetzen
Der neue App Store soll laut Russland eine Reaktion auf die Sanktionen aus sogenannten unfreundlichen Nationen sein. Andere sehen Staatskontrolle.
Die russische Regierung will als Folge der westlichen Sanktionen eine neue Art App Store einführen. Der Store soll sich auf das lokale Russland fokussieren und muss per Gesetz auf neuen Smartphones installiert werden, wenn es aktiv wird. Laut einer Information des russischen Unterhauses (Duma) wird das Gesetz parallel zur offiziellen Ankündigung in Kraft treten. Es sei ein Schritt gegen die Sanktionen und unfreundlichen Aktionen ausländischer Staaten, heißt es. Durch den App Store sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Die russische Regierung sieht die Gefahr, dass bisher genutzte App Stores wie Google Play durch Sanktionen stark eingeschränkt sind und diese eventuell bald gar nicht mehr funktionieren und eingestellt werden. Google unterstützt die Sanktionen gegen Russland und beschreibt die Einschränkungen in einem Informationsblatt: "Nutzer in betroffenen Regionen können weiterhin Google Play verwenden und Apps für Rubel herunterladen, jedoch keine Käufe tätigen."
Google stellt Zahlungen ein, nicht den Store
Es können also keine Zahlungen mehr durchgeführt werden, da viele Banken in Russland vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten wurden. Der Google-Play-Dienst selbst wird in Russland allerdings weiterhin nutzbar sein. "Sie sollten weiterhin zuvor gekaufte Apps nutzen können", schreibt Google.
Anfang Juli 2022 schlug die russische Regierung ein Gesetz vor, welches den Datenfluss zu internationalen Dienstleistern einschränken kann. Unternehmen müssen ihre Transfers bei einer offiziellen Stelle (Roskomnadsor) anmelden, denn sie könnten auch aus den von Russland so betitelten unfreundlichen Nationen stammen, die im Zuge des Ukrainekrieges Sanktionen gegen die Nation eingeführt haben.
Ein neuer App Store für Smartphones ist womöglich auch eine Maßnahme, um dieses Gesetz auf persönlicher Ebene weiterzuführen und den Informationsfluss staatlich zu prüfen. Der Meinung ist etwa das Magazin Wired, welches sich unter anderem auf eine Aussage der Medienprofessorin Tanya Lokot bezieht. "Russlands Invasion in der Ukraine hat einen zusätzlichen Vorwand geschaffen, um die böswillige Zensur zu verschärfen", sagte sie.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed










...wären selbst hochtechnologisch ausgestattete Länder Jahrzehnte beschäftigt. Was kommt...
Deshalb sind also iPhones bei russischen Soldaten so beliebt als Kriegsbeute - die legen...