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Ukrainekrieg: Russland stört GPS in der Ukraine

Die US Space Force befürchtet, dass Russland gegen GPS - Satelliten vorgehen könnte.
/ Werner Pluta
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GPS-Satellit (Symbolbild): "Störsender verhindern den Empfang eines brauchbaren Signals." (Bild: US National Executive Committee for Space-Based Positioning, Navigation and Timing)
GPS-Satellit (Symbolbild): "Störsender verhindern den Empfang eines brauchbaren Signals." Bild: US National Executive Committee for Space-Based Positioning, Navigation and Timing

Russland stört offenbar weiter die Satellitennavigation: Das US-Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) soll derzeit in der Ukraine nicht verfügbar sein.

Die russischen Invasoren setzten Störsender ein, die verhinderten, dass das System genutzt werden könne, sagte General David Thompson, stellvertretender Leiter der Weltraumoperationen der US Space Force (USSF), dem US-Fernsehsender NBC(öffnet im neuen Fenster) . "Die Ukraine ist möglicherweise nicht in der Lage, GPS zu nutzen, weil es Störsender gibt, die den Empfang eines brauchbaren Signals verhindern."

GPS ist nicht nur wichtig für die Navigation und die zivile Luftfahrt, sondern auch für die Kriegführung: Mit dem System können Lenkwaffen ins Ziel dirigiert werden. Die vom ukrainischen Militär eingesetzte türkische Drohne Bayraktar TB2 nutzt ebenfalls GPS.

Russland braucht kein GPS

"Die Russen sind sich des Wertes und der Bedeutung von GPS bewusst und versuchen, andere an der Nutzung zu hindern" , sagte Thompson weiter. Bisher habe Russland nur das Signal gestört. Die US-Weltraumstreitkräfte halten es aber nicht für unmöglich, dass Russland Satelliten in der Umlaufbahn direkt angreift. Russland selbst ist nicht auf GPS angewiesen. Das Land hat mit Glonass ein eigenes Satellitennavigationssystem aufgebaut.

Seit Anfang des Kriegs Ende Februar gab es mehrfach Berichte über Störungen von GPS. Zunächst war das System im Ostseeraum nahe der russischen Exklave Kaliningrad, im Baltikum sowie im Osten Finnlands großflächig gestört .

Später warnten die Flugsicherung der Europäischen Union und Frankreichs , die European Union Aviation Safety Agency (Easa) und die Direction générale de l'aviation civile (DGAC), vor Störungen rund um das Schwarze Meer, entlang der russischen Grenze sowie rund um Syrien, also in Gebieten, in denen russische Truppen stationiert und in Kampfhandlungen verwickelt sind.

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