Ukrainekrieg: Russland setzt Wehrpflicht für IT-Fachkräfte aus

Um eine weitere Abwanderung von Spezialisten zu verhindern, erlässt die russische Regierung Ausnahmeregelungen für die IT-Branche.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Russland will in diesem Frühjahr 134.500 Wehrpflichtige einziehen.
Russland will in diesem Frühjahr 134.500 Wehrpflichtige einziehen. (Bild: Reuters)

Russland setzt die Wehrpflicht für Fachkräfte zeitweise aus: Unternehmen können einen Aufschub für angestellte "IT-Spezialisten" beantragen. Das teilten russische Militärkommissare bei einer Pressekonferenz mit, wie das Magazin MK berichtete. Der Kreml will von April bis Juni 134.500 Männer zwischen 18 und 27 Jahren einberufen.

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Schon am 2. März 2022 kündigte die russische Regierung über ihren Telegram-Kanal Maßnahmen an, um die inländische IT-Branche zu unterstützen. So würden IT-Unternehmen drei Jahre lang von der Einkommenssteuer befreit und erhielten günstige Darlehen. Auch ein Aufschub der Wehrpflicht für Mitarbeiter von IT-Unternehmen wurde genannt.

Seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine zogen sich zahlreiche IT-Unternehmen vom russischen Markt zurück, darunter auch deutsche Firmen. Der Softwarekonzern SAP beschäftigt in Russland eine "niedrige vierstellige Zahl" an Mitarbeitern. Die Deutsche Telekom gab Ende März 2022 bekannt, seine Entwicklerstandorte in Russland zu schließen. "Sie können von anderen Ländern aus für uns tätig sein", sagte Telekom-Chef Tim Höttges am 7. April 2022 auf der Hauptversammlung des Konzerns. "Und ein Großteil der Beschäftigten hat dieses Angebot bereits angenommen und das Land verlassen."

Brain Drain als Folge des Krieges

Als Folge der internationalen Sanktionen wird ein Brain Drain, also eine verstärkte Abwanderung von Fachkräften, befürchtet. Der russische Angriff führte auch dazu, dass inländische Unternehmen wie Yandex zunehmend isoliert sind.

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Viel schwerer vom Krieg betroffen ist die IT-Branche der Ukraine. Golem.de sprach im März 2022 mit Entwicklern aus dem belagerten Kyjiw über ihre Situation. Eine Managerin floh zu Kriegsbeginn nach Berlin, während das Unternehmen trotz des Beschusses der ukrainischen Hauptstadt die Dienste am Laufen hielt.

Alle aktuellen Golem.de-Artikel und weitere News zum Ukrainekrieg finden sich in unserem Liveblog.

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Myxin 11. Apr 2022

Wenn zu viele abhauen, wird dem auch wieder ein Riegel vorgeschoben. Man kann drauf...

Dr. Nutella 11. Apr 2022

Er nicht, seine Kollegen aber schon: Quelle: ntv (einfach mal nach dem ersten Zitat auf...

lincoln33T 09. Apr 2022

jetzt will man die doch behalten, hmmm

Lapje 09. Apr 2022

Das ist das ja, was ich die ganze Zeit schreibe. China ist zu sehr vom Westen abhängig...



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